Industrie: Psychische Erkrankungen haben vielfältige Ursachen

IV-GS Neumayer: Arbeitgeber nehmen Verantwortung wahr - Eindimensionaler Fokus auf Arbeitswelt ist verkürzt

Wien (OTS/PdI) - Für eine "Versachlichung der Diskussion" sprach sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich der heutigen Pressekonferenz der AK Wien zum Thema "Psychische Erkrankungen "aus. Der IV-Generalsekretär verwies auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der OECD "Sick on the Job? Myths and Realities about Mental Health and Work", in der sie Fakten zu dem oftmals sehr kontrovers und vieldiskutierten Thema "Psychische Erkrankungen und Arbeitswelt" beigesteuert hat. "Es sollte uns allen darum gehen, etwas mehr Klarheit in die Diskussion zu bringen. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie ist, dass das vorhandene Wissen um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Entstehung psychischer Erkrankungen und der Arbeitswelt unvollständig und lückenhaft ist", erklärte Neumayer. Viele Details seien nach wie vor unbekannt oder nicht vollständig erfasst. "Eine klare Aussage über die Arbeitswelt als mögliche (Mit-)Ursache psychischer Erkrankungen kann daher nicht getroffen werden."

Widerlegt wird außerdem die weitverbreitete Meinung, dass psychische Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen hätten: "Denn nicht die Verbreitung hat zugenommen, sondern das allgemein gestiegene Bewusstsein für psychische Erkrankungen. Die gesellschaftliche Entstigmatisierung sowie bessere Diagnosemöglichkeiten haben dazu geführt, dass diese Erkrankungen öfter entdeckt werden als früher - das ist natürlich gut und wichtig", betonte Neumayer. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, auf Früherkennung und Prävention Bedacht zu nehmen. "Die Arbeitgeber nehmen ihre diesbezügliche Verantwortung hinsichtlich der die Arbeit betreffenden Aspekte im Rahmen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz wahr. Eine undifferenzierte und eindimensionale Zuordnung der vielfältigen Ursachen von psychischen Erkrankungen zur Arbeitswelt ist aber auch vor dem Hintergrund der OECD-Studie abzulehnen", so der IV-Generalsekretär.

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