Schülerunion: Projekt Zentralmatura am Scheitern

Umfrageergebnis unterstreicht Angst-Stimmung in Klassenzimmern. Schülerunion richtet Appell an Bundesregierung!

Wien, 10. April 2012 (OTS) - Die Österreichische Schülerunion begrüßt die Umfrage der Bundesschülervertretung (BSV) zur Zentralmatura. "Bisher wussten wir von den Schülern, dass sie Angst vor der neuen Matura haben. Die Auswertung der Befragung belegt unsere Meinung in Zahlen", kommentiert der Bundesobmann der Schülerunion, Jim Lefebre, die Vorgehensweise der BSV.

"Unterrichtsministerin Schmied hat die Kritik der Schulpartner stets ignoriert. Sie sollte nicht vergessen, dass sie vor allem Ministerin für Schüler und nicht herrschsüchtige Politikerin sein muss. Es ist an der Zeit, die Notbremse zu ziehen! Geht die Ministerin jetzt nicht auf die Anliegen der Schüler ein, wäre es besser jemanden anderen für diese Aufgabe zu suchen", kritisiert Lefebre die Vorgehensweise im Ministerium und richtet gleichzeitig einen Appell an die Bundesregierung.

Seit mehreren Monaten sucht die BSV Gespräche mit dem Ministerium. Sie hat zahlreiche Sachargumente genannt, warum die Matura auf keinen Fall zum geplanten Zeitpunkt starten darf. Schüler, Eltern und Lehrer waren sich schon im Vorjahr einig, dass unter den derzeitigen Umständen keine neue Matura stattfinden darf.

Viele Schüler haben auch Kommentare auf den Umfragebögen hinterlassen. Damit kann man sich ein gutes Bild über die Stimmung in den Klassenzimmern machen. Ein Umfrage-Teilnehmer berichtet: "Die Lehrer kommen von Seminaren und meinen, dass sie noch weniger als zuvor wissen."

Ein anderer Schüler schreibt über die Feldtestungen: "Ursprünglich sollten auch Englisch und Französisch abgeprüft werden, aber die Prüfer sind nicht erschienen. Die Mathemathik Feldtestung konnte von beinahe niemanden beantwortet werden, da wir mit dem Format überhaupt nicht vertraut waren, geschweige denn mit den Formulierungen der Aufgabenstellungen etwas anfangen konnten."

Unisono mit der Bundesschülervertretung fordert die Schülerunion die Verschiebung der Zentralmatura, damit eine seriöse Vorbereitung möglich ist. Sowie die Umsetzung folgender Punkte:

# Lehrplan-Novellierung mit Anpassung an die Zentralmatura
# Adaptierung der Leistungsbeurteilungsverordnung damit Schularbeiten nach ähnlichen Kriterien benotet werden wie die Matura und somit auch wirklich vorbereiten
# Regelung für Klassen-Wiederholer, die keine Vorbereitung auf die neue Matura hatten
# Schulversuche zusätzlich zu Feldtestungen in den Fächern Deutsch und Mathematik
# Offenlegung der Feldtestungs-Ergebnisse
# Sachliche Information über die neue Matura in Form von Infoveranstaltungen und Drucksorten
# Mehr als zwei Wochen Vorbereitungszeit vor der mündlichen Matura (bisher vier bis fünf Wochen)

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Organisation für Österreichs Schüler. Neben ihrer Arbeit direkt an den Schulen setzt sich die Schülerunion auch auf Landes- und Bundesebene für die Interessen der Schüler ein. Derzeit hält sie in der Bundesschülervertretung 23 von 29 Mandaten.

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