SP-Tanja Wehsely/Peschek: "AMS und Lehrwerkstätten nicht den Schwarzen Peter zuschieben"

Wiener Ausbildungsgarantie für Arbeitsmarkt unerlässlich

Wien (OTS/SPW-K) - "Dass die Lehre im Unternehmen stattfinden
muss, ist leichter gesagt, als getan. In Wien bilden leider nur 11 Prozent der Betriebe Lehrlinge aus. Laut Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer werden nur mehr 13.586 Lehrlinge in der Privatwirtschaft ausgebildet, dies ist ein Minus von 107 Personen gegenüber dem schon schwachen Vorjahr. 1980 gab es noch 31.080 Lehrstellenplätze. Die Privatwirtschaft ist daher dringend aufgefordert, mehr Lehrstellenplätze anzubieten und nicht von ausgebildeten AkademikerInnen als Lehrlinge zu träumen, oder die Ausbildungsgarantie madig zu machen, denn Fachkräfte fallen nicht vom Himmel!", so SPÖ Wien Lehrlingssprecher und Gemeinderat Christoph Peschek zu einem Presse-Kommentar von Wirtschaftsbund Generalsekretär Peter Haubner. "Die Betriebe müssen sich noch mehr um Ausbildungsstellen bemühen und dürfen den Schwarzen Peter nicht dem AMS, oder den Jugendlichen zuschieben, die sich - nanonaned - für die beliebtesten Berufsgruppen entscheiden, denn auch diese haben das Recht auf Zufriedenheit in der Arbeitswelt", so Peschek.

SP-Gemeinderätin und stv. waff-Vorsitzende Tanja Wehsely betont zudem die Wichtigkeit der Wiener Ausbildungsgarantie. Die Stadt Wien leiste gemeinsam mit dem Wiener AMS große Anstrengungen, um die qualitativ hochwertige Fachkräfteausbildung zu unterstützen. "Ein wichtiger Baustein, einem Fachkräftemangel zu begegnen, ist die Wiener Ausbildungsgarantie. Diese umfasst die Schule, die Lehre und die überbetriebliche Lehrausbildung! Wir unterstützen Jugendliche dabei, eine fundierte Ausbildung zu erhalten. Dazu kommt spezielle Unterstützung am Übergang Schule-Beruf und die Möglichkeit, Bildungsabschlüsse nachzuholen. Wir lassen die jungen Menschen nicht im Stich!", so Wehsely.

"Im Bereich des Jobcoachings sind frühere Wiener Pilotprojekte mittlerweile flächendeckend an den Schulen", so Wehsely. Darunter fallen auch Berufsorientierung und Potenzialanalysen - und das über einen längeren Zeitraum, denn so Wehsely, "das beinhaltet ja schon der Ausdruck "coaching", dass wir uns bemühen, die Jugendlichen über einen längeren Zeitraum gezielter zu unterstützen."

Auf den Vorwurf, dass die Lehrwerkstätten den Betrieben die Lehrlinge wegnähmen, antwortet Christoph Peschek: "Offenbar will man Zukunftsperspektiven rauben und gleichzeitig den Druck auf Lehrlinge in der Privatwirtschaft erhöhen, um dem Missbrauch als billige Arbeitskräfte Tür und Tor zu öffnen." Und Wehsely abschließend: "Das wäre doch witzlos, wenn wir einerseits die Jugendlichen coachen, und ihnen andererseits Jobs ausreden wollten. Woher diese krause Theorie stammt, bleibt uns ein absolutes Rätsel. Vielmehr wollen wir, dass Betriebe wieder deutlich mehr Verantwortung übernehmen und ausbilden!"

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