Volkshilfe zum Weltgesundheitstag: "Die Pflege von Angehörigen darf nicht krank machen"

Pflegende Angehörige sind fester und notwendiger Bestandteil des Gesundheits- und Sozialsystems ++ Fenninger fordert mehr Entlastung für pflegende Angehörige

Wien (OTS) - "Die Pflege von Angehörigen darf nicht krank machen", sagt Mag. (FH) Erich Fenninger anlässlich des Weltgesundheitstages und weist damit auf die prekäre Situation von pflegenden Angehörigen hin. "Wer sich liebevoll um kranke Angehörige kümmert, braucht dringend unsere Unterstützung. Bereits heute leiden rund 80 Prozent der pflegenden Angehörigen unter psychischen Belastungen."

Die Volkshilfe engagiert sich auf politischer Ebene für die verbesserte Anerkennung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen. "Wir fordern verstärkt ein vielfältiges Betreuungsangebot, das auch Kurzzeit und Urlaubspflege beinhaltet, um die Arbeit von pflegenden Angehörigen zu erleichtern. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf kann durch flexiblere Arbeitsmodelle verbessert werden", sagt Fenninger.

In ihrer täglichen Arbeit gibt die Volkshilfe konkrete Hilfestellungen für pflegende Angehörige. Fenninger: "Seit Kurzem testen wir Betreuungsgruppen für demenzerkrankte Menschen, die von ehrenamtlichen HelferInnen unterstützt werden. Zusätzlich ist im März unsere Initiative "Demenzhilfe Österreich" gestartet, die auf breite Information und finanzielle Einzelfallunterstützung baut."

Neue Pilotprojekte: Ehrenamtliche unterstützen Betreuungsgruppen für demenzerkrankte Menschen

Im Rahmen eines neuen Projektes betreuen medizinische Fachkräfte gemeinsam mit geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen demenzerkrankte Menschen. Einmal in der Woche verbringen die Gruppen von maximal acht Personen gemeinsam die Zeit. Die Volkshilfe Oberösterreich startete das Projekt mit Jahresende 2011, im Frühjahr 2012 ist der Start von Gruppen in Salzburg und im Burgenland geplant.

Neue Initiative: Demenzhilfe Österreich

Ende März startete die Volkshilfe offiziell die neue Initiative "Demenzhilfe Österreich". Im Zuge der Initiative wurde nicht nur das neue Projekt "Fonds Demenzhilfe Österreich", das Demenzerkrankte bei der Finanzierung von beispielsweise Betreuungsstunden unterstützt, gestartet, sondern ging auch die neue Homepage www.demenz-hilfe.at online.

Die Situation von pflegenden Angehörigen langfristig verbessern

Pflegende Angehörige sind einer Vielzahl von physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Rund 40 Prozent aller Personen, die hilfs- und pflegebedürftige jüngere wie auch ältere Menschen betreuen, sind erwerbstätig. "Pflegende Angehörige leisten enorme, unbezahlte, und meist kaum als solche wahrgenommene und geschätzte, Arbeit", sagt Fenninger. "Pflegende Angehörige sind fester und notwendiger Bestandteil des Gesundheits- und Sozialsystems. Deshalb müssen ihre Leistungen endlich anerkannt und gefördert werden!"

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Mag. (FH) Margit Kubala
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