ARBÖ: "Nein zur Zone" - ARBÖ reaktiviert Unterschriftenaktion

Im Internet gegen die für Graz geplante Umweltzone unterschreiben oder Unterschriftenliste downloaden

Graz (OTS) - Im April 2010 kam es ins Gespräch, dann wurde es wieder ruhig, doch plötzlich ist das Thema wieder da: Die Umweltzone in Graz. Dadurch sollen Diesel-Pkw der Euroklassen 0, 1 und 2 aus der steirischen Landeshauptstadt ausgesperrt werden. Allein in der Steiermark könnten rund 40.000 Diesel-Pkw nicht mehr nach Graz fahren, österreichweit sogar über 800.000. Der ARBÖ sagt "Nein" zu dieser unsozialen Maßnahme, denn die wenigsten können sich neue Fahrzeuge leisten. Aus diesem Grund reaktiviert der ARBÖ heute, Freitag, seine Unterschriftenaktion. Unter dem Motto "Nein zur Zone" kann man den Protest des ARBÖ unterstützen.

Drei Möglichkeiten gibt es:

1. Direkt auf der ARBÖ-Website (www.arboe.at) "unterschreiben".

2. Via ARBÖ-Website eine Unterschriftenliste ausdrucken, ausfüllen und an 01 / 891 21 366 faxen.

3. Direkt in einem Prüfzentrum des ARBÖ Steiermark unterschreiben.

Betroffen von dieser kalten Enteignung sind nicht nur die rund 40.000 steirische Diesel-Pkw Fahrer, sondern auch alle anderen Diesel-Pkw der Euroklassen 0, 1 und 2, sofern sie nach Graz wollen. Ausgesperrt bleiben damit über 800.000 Diesel-Pkw aus ganz Österreich.

Damit nicht genug, müssen sich wegen der Umweltzone alle anderen Autos ein Pickerl zulegen, wenn sie nach Graz wollen. Theoretisch müssten in ganz Österreich also 3,55 Millionen Autos beklebt werden, und zwar Benzin- und Diesel-Pkw. Diese "Zwangs-Pickerln" dürfen sich die Autofahrerinnen und Autofahrer auch noch selber zahlen! Fahren sie ohne Kleber in die Umweltzone hinein, hagelt es saftige Strafen von mindestens 108 Euro. Hans Marcher, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Steiermark: "Der ARBÖ lehnt die monströse Pickerl-Wirtschaft ab und sagt 'Nein' zu diesem unerträglichen Nepp." Wird die Umweltzone in Graz tatsächlich Realität, ist zu befürchten, dass auch andere Landeshauptstädte folgen werden.

Dass Zonen umweltmäßig wenig bis nichts bringen sieht man am Beispiel Deutschland: Zu viele Ausnahmen sind notwendig, um das Alltagsleben zu ermöglichen. Diese Ausnahmen schaffen neue Ungerechtigkeiten und durchlöchern die Zonenregelung.

Feinstaub mit Fahrverboten für Pkw zu bekämpfen kann nicht viel bringen, denn Pkw sind nicht die Hauptursache für Feinstaub. Nur 8,2 Prozent der Feinstaub-Emissionen stammen von Pkw im Inland. Tendenz:
Seit 2005 ständig sinkend. Weitere Verbesserungen sind vorprogrammiert, denn über 90 Prozent aller neuen Diesel-Pkw haben bereits einen Partikelfilter und damit kein Problem mehr mit Feinstaub aus Verbrennung. Marcher: "Umweltpickerl ist in jeden Fall eine Aktion am falschen Ort, Feinstaub muss dort bekämpft werden, wo er Feinstaub tatsächlich entsteht."

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