Neues Volksblatt: "Risiko" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 6. April 2012

Linz (OTS) - Wir sollten uns an Kärnten ein Vorbild nehmen, hört man immer wieder von den Freiheitlichen. Eine Forderung, die - um es positiv auszudrücken - viel Mut erfordert. Angefangen von den desaströsen Landesfinanzen bis zu den sogenannten Vorzeigeprojekten -vieles endet im Chaos. Das Stadion in Klagenfurt, so gut wie neu, muss umgebaut werden, die Seebühne war ein teurer Flop, und für die Kärntner Hypo zahlen wir alle.
Und jetzt soll in Klagenfurt eine Medizin-Uni entstehen. "Eine Totgeburt", sagt der SPÖ-Gesundheitsreferent zu den Plänen des FPK-Bildungsreferenten. Der Vorwurf: Keine ordentliche Planung und eine ungesicherte Finanzierung. Was, siehe oben, nicht unbedingt eine Unterstellung sein muss.
Unter diesen Umstände wäre eine Med-Uni in Klagenfurt ein unkalkulierbares Risiko. Im Gegensatz zu Oberösterreich, wo das Land geschlossen hinter der Medizin-Uni steht und wo es klare Konzepte gibt, auch für die Finanzierung.
Einer Medizin-Uni Linz stünde nichts mehr im Weg; noch dazu, wo im Regierungsprogramm die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger im Bereich Medizin auf 2000 festgeschrieben ist.
Ausbauen muss man ohnehin, denn in den bestehenden Medizin-Unis geht nichts mehr. Und ausbauen muss man dort, wo der Bedarf gegeben ist, und das ist vor allem in Oberösterreich.

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