Mautz: "Lohnunterschiede können nicht kleingeredet werden"

Wien (OTS/SK) - Frauen müssen bis zum 5. April 2012 arbeiten, um das Gehalt zu bekommen, welches Männer bereits mit Jahresende 2011 verdient haben. "Selbst wenn wir alle Faktoren wie unterschiedliche Branchen, Nachteile die sich durch Erwerbsunterbrechungen ergeben, herausrechnen, bleibt immer noch ein nicht erklärbarer Lohnunterschied von rund 18 Prozent", so Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "18 Prozent Lohnunterschiede können nicht kleingeredet werden. Sie sind Fakt und betreffen unzählige Frauen. Wichtig ist, dass die Politik auch in Zukunft Rahmenbedingungen schafft, um die Lohnschere zu schließen", so Mautz. ****

Mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wurden bereits wichtige Maßnahmen gesetzt: Seit Jänner diesen Jahres sind Unternehmen ab 500 Mitarbeiterinnen verpflichtet Einkommensberichte zu erstellen. Transparenz ist ein wirksames Mittel gegen Diskriminierung. Bereits 450.000 Menschen haben mit dem Online-Gehaltsrechner nachgerechnet, ob ihr Gehalt auch fair ist. Die Gehaltsangaben in Stelleninseraten helfen Frauen, sich bei Bewerbungsgesprächen besser zu orientieren und zu fordern, was ihnen auch zusteht.

"Es gibt bereits leichte Verbesserungen, im Vorjahr mussten Frauen noch 8 Tage länger arbeiten, um das Gehalt der Männer von 2011 zu bekommen. 18 Prozent Lohnunterschiede sind trotzdem noch 18 Prozent zu viel, deshalb werden wir auch in Zukunft Maßnahmen setzen, um die Lohnschere weiterhin zu schließen", so Andrea Mautz abschließend. (Schluss) up/mp

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