Wirtschaft weist Pauschalverurteilungen der Frauenministerin gegenüber Österreichs Betrieben scharf zurück

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: "Dass Schwangere gekündigt werden oder Teilzeit geringer entlohnt wird als Vollzeit, ist schlicht falsch"

Wien (OTS/PWK233) - Die Wirtschaftskammer Österreich weist die
von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen "Morgenjournal" erhobenen Pauschalvorwürfe, wonach die Betriebe zentrale Bestimmungen des Arbeitsrechts missachten, vehement und scharf zurück. "Es ist eine ideologisch motivierte Unterstellung, dass die österreichischen Unternehmen Frauen bei Einstellungsgesprächen nach einer etwaig geplanten Schwangerschaft fragen oder gar Schwangere kündigen. Das ist verboten und die Betriebe halten sich selbstverständlich an die gesetzlichen Bestimmungen."

Nicht haltbar ist auch die Behauptung, die Stundenlöhne für Teilzeit seien um bis zu ein Drittel niedriger als für Vollzeit:
"Vergleicht man Teilzeit- mit Vollzeitlöhnen insgesamt, so ist das ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen", so die WKÖ-Generalsekretärin. Dass die Gehälter für Vollzeitstellen im Durchschnitt insgesamt höher sind, liegt daran, dass gut bezahlte Spitzenfunktionen in Wirtschaft, Politik, Medien, Sport oder auch in der Forschung meist Vollzeit- und keine Teilzeitjobs sind.

Mehr Anerkennung verdienten sich die Betriebe auch beim Thema Einkommenstransparenz: "Die Betriebe kommen den neuen Offenlegungspflichten vorbildlich nach. Noch dazu zeigen die ersten Ergebnisse, dass die behaupteten Lohnunterschiede in den meisten Fällen gar nicht der Realität entsprechen bzw. es triftige Gründe dafür gibt, wenn Männer- und Fraueneinkommen in Einzelfällen doch stärker voneinander abweichen", so die WKÖ-Generalsekretärin: "Die behaupteten 40 Prozent Einkommensdifferenz sind und bleiben jedenfalls ein Mythos, aber die Ministerin schenkt offensichtlich nur jenen Daten Glauben, die ihr opportun erscheinen."

Hochhauser abschließend: "Mit den ständigen Pauschalverurteilungen gegenüber der österreichischen Wirtschaft muss endlich Schluss sein. Die Betriebe haben unser Land in den vergangenen Jahren vorbildlich durch die Krise gebracht, sodass Österreich zu den Euro-Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum zählt. Und sie tragen in einer beileibe nicht einfachen Zeit immer neue Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Gleichstellung mit. Statt an den Pranger gestellt zu werden, wäre langsam eine Entschuldigung der Frauenministerin für ihre pauschalen Verurteilungen fällig." (SR)

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