Keine faulen Eier zu Ostern schenken

Bayr: Fair produzierte Spielsachen und Süßigkeiten machen doppelt Freude

Wien (OTS/SK) - Damit das Ostergeschäft für alle Menschen auf der Welt erfreulich ist, appelliert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, zu Ostern nur faire Produkte zu verschenken:
"Jetzt zu Ostern wird viel Spielzeug und noch viel mehr Schokolade gekauft. Leider stammt der Großteil immer noch aus Produktion, die die Arbeiterinnen und Arbeiter nicht gerecht entlohnt. Ich ermutige alle, sich zu Ostern mit fairen Produkten Freude zu machen und so klarzustellen, dass wir uns nicht auf Kosten anderer bereichern", führt Bayr aus. ****

Mehr als 80 Prozent des Spielzeugs, das in Österreich verkauft wird, stammt aus China. Um dem internationalen Konkurrenzkampf um niedrige Preise standzuhalten, werden in China die Arbeitsrechte in den Fabriken oft nicht eingehalten. Viel zu lange Arbeitszeiten, mangelnder Schutz vor Giftstoffen, erhöhte Unfallgefahr und zu geringe Entlohnung sind häufig gang und gäbe. "Letztendlich liegt bei uns Konsumenten die Entscheidung. Unterstützen wir die Praxis der Ausbeutung oder kaufen wir als mündige Bürgerinnen und Bürger lieber fair produziertes Spielzeug und respektieren die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter", so Bayr. Mehr Informationen zu fair produzierten Spielsachen bietet die Südwind-Kampagne www.spielsachen-fair-machen.at, die sich für faire Arbeitsbedingungen in den Spielzeugfabriken einsetzt.

Auch bei den süßen Eiern und Hasen heißt es: besser fair als faul! Erst Mitte März hat das Europäische Parlament einer Neuauflage des internationalen Kakao-Abkommens zugestimmt. Dieses soll ökologische und nachhaltige Kakaowirtschaft sicherstellen. "Ich begrüße diese Resolution, vermisse aber rechtlich bindende Vorgaben. Ohne diese können die Unternehmen und die Regierungen soziale und ökologische Mindeststandards weiter umgehen", führt Bayr aus. Ganze 40 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion stammen aus der Elfenbeinküste, wo Kinderarbeit und sklavenähnliche Zustände auf den Plantagen den Arbeitsalltag dominieren. "Das ist unerträglich!", kommentiert Bayr und stellt klar: "Schokolode ist für uns ein Luxusgut, aber es darf kein Luxus sein, dass die Menschenrechte der Arbeiter auf den Plantagen eingehalten werden. Geregelte Arbeitszeiten, faire Entlohnung, Schutz vor Pestiziden und keine Kinderarbeit sind ein Muss. Verschenken wir diese Ostern keine faulen Eier!", appelliert Bayr an die österreichischen Konsumenten. (Schluss) bj/mp

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