FVMI: Österreich hat im Vergleich zu den Nachbarländern meist die günstigsten Kraftstoffpreise

Vor der Fahrt ins Ausland zu Hause tanken

Wien (OTS) - Die internationalen Produktenpreise insbesondere für Benzin sind seit Jahreswechsel weltweit ansteigend, die Tendenz bei den österreichischen Tankstellenpreisen stellt hier keine Ausnahme dar. Die Preisentwicklung auf den Ölmärkten ist jedoch vorwiegend die Reaktion auf weltweite Ereignisse, wie die seit Wochen schwelenden Spannungen im Nahen Osten. Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) empfiehlt - wie auch der deutsche ADAC in einer Aussendung -bei der Fahrt ins Ausland in Österreich zu tanken, da die heimischen Kraftstoffpreise im Vergleich zu den Nachbarländern nach wie vor günstig sind.

Österreich ist zum überwiegenden Teil auf Rohöl- und Mineralölimporte aus dem Ausland angewiesen und hat mit einem Anteil von 0,3% am gesamten Weltmarkt (rund 1,9% EU-weit) kaum Möglichkeiten, sich von der auf freien Märkten gegebenen internationalen Entwicklung abzukoppeln. Trotzdem bewegen sich die österreichischen Kraftstoffpreise konstant unter dem EU-Durchschnitt. "So lagen zu Beginn dieser Woche Benzin um 16 Cent pro Liter und Diesel um 7,6 Cent pro Liter unter dem EU-Durchschnitt. Auch im Vergleich mit den meisten Nachbarländern punktet Österreich mit niedrigen Preisen: In Deutschland kostet Benzin um durchschnittlich 19 Cent pro Liter mehr als in Österreich, in Italien sogar um 33 Cent pro Liter und in der Slowakei um plus 6,1 Cent pro Liter. Auch Diesel kommt bei den Nachbarn teurer, in Tschechien um 5,4 Cent pro Liter, in Ungarn um 5,8 Cent pro Liter, in Deutschland um 6,9 Cent pro Liter und in Italien um 29,3 Cent pro Liter", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie.

Internationale Preisentwicklung und harter Wettbewerb

Generell hängen Österreichs Kraftstoffpreise eng mit der internationalen Preisentwicklung zusammen. Die Unternehmen müssen zu tagesaktuellen Preisen einkaufen und diese Preissteigerungen auch weitergegeben, um kostendeckend arbeiten zu können. Dennoch sind der harte Wettbewerb am Tankstellenmarkt und die damit verbundenen geringen und betriebswirtschaftlich bedenklichen Tankstellenmargen für die relativ niedrigen heimischen Kraftstoffpreise mitentscheidend.

Marktkonformes Verhalten durch BWB mehrfach bestätigt

Bei kaum einem anderen Produkt des Alltags ist eine Preisinformation so gewährleistet wie bei den Kraftstoffpreisen. Regelmäßig werden die aktuellen Rohstoffpreise und Preisentwicklungen für Benzin und Diesel veröffentlicht. Darüber hinaus sind für die Konsumenten die Kraftstoffpreise über die Anzeigentafeln schon beim Vorbeifahren an den Tankstellen gut erkennbar und vergleichbar. Seit August des vergangenen Jahres haben die Autofahrer über die Spritpreisdatenbank die Möglichkeit, die jeweils günstigste Tankstelle in der Umgebung per Mausklick herauszufinden. Der heimische Kraftstoffmarkt unterlag in den letzten Jahren außerdem regelmäßigen Untersuchungen, unter anderem durch die Bundeswettbewerbsbehörde. Zuletzt im Frühjahr 2011 haben BWB und das Institut für Höhere Studien unabhängig voneinander die marktkonforme Preisgestaltung am österreichischen Tankstellenmarkt bekräftigt.

Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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