ÖAMTC: Mehr als 50 Fahrverbotszonen verbannen in Deutschland Autofahrer aus den Stadtzentren

Wer in der Zone ohne Plakette unterwegs ist, riskiert 40 Euro Strafe

Wien (OTS) - Ab Herbst könnte es in Graz eine Fahrverbotszone geben. In anderen europäischen Städten sind Umwelt- und Fahrverbotszonen längst Realität. "Eine europaweit einheitliche Regelung gibt es allerdings nicht. Viele italienische Städte setzen beispielsweise zur Verkehrsberuhigung auf die 'zona traffico limitato', die meist auf Innenstadtbereiche beschränkt ist", berichtet ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. "Für Reisende ist es sehr schwierig, sich in diesem 'Dschungel' der ausländischen Fahrverbotszonen zu orientieren."

Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 50 Umweltzonen, Tendenz steigend. "In Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart oder München dürfen nur Kfz mit einer Umweltplakette ins Zentrum einfahren", schildert die ÖAMTC-Reiseexpertin. Diese Plakette signalisiert, dass ein Fahrzeug einen bestimmter Fein- und Schadstoffausstoß nicht überschreitet und ist - je nach Emissionsgrad - rot, gelb oder grün. In welchem Land das Fahrzeug zugelassen ist, spielt keine Rolle. Auch ob es sich um einen Mietwagen oder das eigene Auto handelt, ist egal, die Plakette ist in jedem Fall Pflicht. Das Verbot gilt überdies auch immer, also unabhängig von der jeweiligen Luftgüte.

"Umweltzonen erkennt man an der entsprechenden Beschilderung, die auf den Beginn und das Ende der Zone hinweisen. Zusatzschilder zeigen an, mit welchen Plaketten die Einfahrt erlaubt ist", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin. Derzeit sieht die Verordnung vor, dass Fahrzeuge mit roter Plakette nach und nach aus den Innenstädten verbannt werden. In weiterer Folge sollen die Fahrverbote auch auf Kfz mit gelber Plakette ausgedehnt werden, sodass mittelfristig nur noch "grüne" Fahrzeuge in die Zentren einfahren dürfen. "Einige Städte haben diese Verschärfungen bereits umgesetzt. So ist zum Beispiel in Berlin, Bremen, Frankfurt/Main, Hannover und Leipzig die Einfahrt in die Umweltzone nur mehr mit einer grünen Plakette erlaubt", hält die ÖAMTC-Touristikerin fest.

Wer ohne Plakette in der Verbotszone erwischt wird, muss mit einer Strafe von 40 Euro rechnen. "Überprüft wird die Einhaltung der Verordnung durch Polizei und Kontrollorgane im Rahmen der allgemeinen Verkehrskontrolle", schildert die ÖAMTC-Expertin. "Wer nicht direkt vor Ort bestraft wird, bekommt den Strafgeldbescheid per Post." Diesen sollte man bezahlen, da deutsche Strafen in Österreich zwangsweise eingetrieben werden können. Einen Punkt in Flensburg bekommen aber nur Deutsche.

Der ÖAMTC bietet unter www.oeamtc.at/reiseratgeber praktische Informationen rund um die deutschen Umweltzonen inklusive erklärender Grafiken zum Download an.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001