ORF III mit einer urbayerischen Lausbubengeschichte, jüdischen Museumsgeheimnissen und der TV-Premiere der "Jungen Burg"

Am 6. April im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information zeigt am Karfreitag,
dem 6. April 2012, Neufünfhauser Bürger bei ihren individuellen Vorsätzen während der Fastenzeit und begibt sich mit dem amerikanischen "Reservechristus" auf spirituelle Reise. Im Hauptabend zeigt ORF III einen elfjährigen Lausbuben bei seinem tollpatschigen Versuch, sich von seinen Sünden reinzuwaschen. Danach besucht ORF-III-Moderator Karl Hohenlohe das Jüdische Museum und erfährt im Gespräch mit Direktorin Danielle Spera Interessantes über Vergangenheit und Gegenwart der Wiener Juden. Im Spätabend setzt ORF III auf heimische Nachwuchstalente und zeigt die "Junge Burg on Screen". Für einen grandiosen Auftakt sorgen Verena Altenberger und Elisa Plüss in "Tricky Love/Tristan & Isolde" in einer Inszenierung von Peter Raffalt.

ORF III spezial zu Ostern: "Fastenzeit in Neufünfhaus" (18.15 Uhr)

Wenn das Altarbild in der Neufünfhauser Kirche mit einem Fastentuch verhüllt wird, beginnt eine Zeit der Mäßigung: die Fastenzeit. Während die einen das Abendessen streichen und die anderen auf Fleisch verzichten, lassen manche ihr Auto in der Garage oder üben sich 40 Tage in Schweigen. In Neufünfhaus wird gefastet, jeder auf seine Weise. ORF III Kultur und Information begibt sich in den 15. Wiener Gemeindebezirk und zeigt Bürger aller Altersschichten bei ihrem ganz persönlichen Verzicht. Ein Panoptikum menschlicher Schwächen das zeigt, wie man durch diese wachsen kann. Im Vordergrund steht dabei nicht nur die kirchliche Gemeinschaft, sondern auch die Ermutigung durch den Pfarrer, die gleichermaßen inspirierend und unterstützend wirkt.

ORF III spezial zu Ostern: "Der Reservechristus" (19.15 Uhr)

Er sieht aus wie Jesus Christus und predigt wie der Heilige Franz von Assisi. Manche halten ihn für einen Spinner, andere für ein Geschenk Gottes. In weißem Gewand zieht er seit 16 Jahren barfuß durch 47 US-Bundesstatten und 13 Nationen, stets begleitet von regem Medieninteresse. In einer Nation wie Amerika, die Geld nahezu anbetet, ist er völlig mittellos. In einer Gesellschaft, in der Selbstverwirklichung und Genussstreben im Vordergrund stehen, hat er seine Identität aufgegeben und seinen Bedürfnissen entsagt. Ist er eine Inkarnation des amerikanischen Ideals vom armen Wanderprediger? ORF III Kultur und Information zeigt in Sean Tracys Dokumentarfilm "Jesus Guy" einen Menschen auf der Suche nach seinem ganz persönlichen Glauben. Eine spirituelle Reise, die Skeptiker und Gläubige gleichermaßen fasziniert.

Österreichischer Film: "Wer früher stirbt, ist länger tot" (20.15 Uhr)

Im Hauptabend zeigt ORF III Kultur und Information eine urbayerische Lausbubengeschichte. Der aufgeweckte Sebastian wächst bei seinem Vater auf und hat nur Dummheiten im Kopf. Als er jedoch erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt und nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, fühlt sich der Elfjährige schuldig und bangt, im Fegefeuer zu enden. Fortan will er sich von seinen Sünden reinwaschen oder unsterblich werden. Ein gesprengter Hase, unsittliche Anträge an seine Lehrerin, die Schnapsidee, seinen Vater zu verkuppeln und andere Unglückseligkeiten zeigen allerdings gegenteilige Wirkung. Mit "Wer früher stirbt, ist länger tot" stellt Jungregisseur Marcus Heinrich Rosenmüller sämtliche Heimatfilm-Klischees auf den Kopf. Markus Krojer, Fritz Karl, Saskia Vester und Jürgen Tonkel vereinen auf brillante Weise trockenen Humor mit bayerischem Volkstheater. ORF III zeigt eine humorvolle sowie dramatische Komödie mit alpenländischer Postkarten-Idylle und surrealen Fantasiebildern.

Aus dem Rahmen: "Jüdisches Museum" (22.00 Uhr)

Im Anschluss besucht ORF-III-Moderator Karl Hohenlohe ein altes Palais, das ursprünglich ein katholisches Chorherrenstift war: das Jüdische Museum in der Wiener Dorotheergasse. Gemeinsam mit seiner langjährigen Kollegin und der derzeitigen Hausherrin Danielle Spera begibt er sich auf Spurensuche durch die jüdische Geschichte: "Kann man die Schoa begreifen?" Die berührende Antwort der Museumsdirektorin bringt nicht nur zum Nachdenken, sondern lässt anhand eines Einzelschicksals die damalige Verzweiflung nachempfinden. Für Gänsehaut sorgt die Geschichte von Lilly Bial, einem jüdischen Mädchen, das im Jahr 1938 zwölf Jahre alt war.

Bei seinem Besuch im Jüdischen Museum erhascht der ORF-III-Kulturexperte zudem Einblicke in die jüdische Religion, erfährt mehr über jüdische Traditionen, begibt sich auf einen virtuellen Spaziergang durch das jüdische Wien im Mittelalter und landet in der jüdischen Gegenwart. Danielle Spera verrät, warum jüdische Feiertage immer mit dem Sonnenuntergang beginnen, was es mit der sogenannten Besamimbüchse auf sich hat und dass der Schabbat als Ruhetag gilt. Interessantes über die Wurzeln sowie das gegenwärtige soziale Leben der Wiener Juden erfährt Karl Hohenlohe auch von Chefkurator Dr. Werner Hanak-Lettner und Kuratorin Dr. Gabriele Kohlauer-Fritz. "Aus dem Rahmen" erlebt eine spannende Reise mit Zwischenstopp in Hollywood.

Theater- und Fernsehlegenden: "Junge Burg: Tricky Love/Tristan & Isolde" (22.35 Uhr)

Als Bühne für Kunst- und Kulturschaffende räumt ORF III Kultur und Information auch heimischen Nachwuchstalenten einen besonderen Platz in seinem Programm ein. Ab nächsten Freitag stehen die erstklassigen Theaterinszenierungen der "Jungen Burg" im Mittelpunkt. ORF III zeigt in Zusammenarbeit mit Siemens Österreich eines der spannendsten Projekte des Burgtheaters. Den Auftakt macht die Geschichte eines jungen Liebespaares, dessen Gefühle weit über den Tod hinausgehen. Die Liebe zwischen Tristan und Isolde ist Erfüllung und Sucht zugleich. Moral und Loyalität scheinen nur noch inhaltsleere Barrieren zu sein. Das Schicksal steht allerdings nicht auf ihrer Seite. ORF III zeigt mit Peter Raffalts Inszenierung von "Tricky Love/Tristan & Isolde" eine Liebesgeschichte, die herzzerreißender nicht sein könnte. In den Hauptrollen brillieren Verena Altenberger, Elisa Plüss und Pablo-Miguel Konrad y Ruopp.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001