ÖGB-Zellhofer fordert einheitliche Pflegeausbildung

Insellösungen sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss

Wien (OTS) - (FGV/ÖGB) "Der Bedarf an bestens ausgebildeten Nachwuchs wird in den nächsten Jahren in zahlreichen Berufsgruppen steigen. Im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege bedeutet das, dass wir ein einheitliches Ausbildungskonzept brauchen", stellt der Vorsitzende der Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe im ÖGB (FGV), Josef Zellhofer, fest und lehnt Insellösungen, wie sie aktuell in Salzburg mit der "Pflegeschule mit Matura" angestrebt wird, ab.++++
"Die demografische Entwicklung in Österreich bringt es mit sich, dass in den nächsten Jahren in zahlreichen Berufsgruppen - beispielsweise Polizei, Schule und Pflege - selbst bei einem erhöhten Pensionsantrittsalters verstärkt Nachwuchs gesucht werden muss. Im Pflegebereich kommt noch dazu, dass gerade diese Entwicklung zu einem erhöhten Personalbedarf führt", skizziert Zellhofer die zukünftige Situation.
Für den FGV-Vorsitzenden ist es daher an der Zeit, dass gerade die "Ausbildung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege" auf neue Beine gestellt werden muss. Insellösungen wie die "Pflegeschule mit Matura" oder eine eigene Lehrausbildung lehnt Zellhofer ab. Als den richtigen Weg bezeichnet er den von der FGV bereits im November 2010 vorgeschlagenen.
Das bedeutet:
Die Ausbildung muss grundsätzlich bei den Krankenpflegeschulen der Länder verbleiben und diese sind mit dem Bakkalaureat auszustatten. Die Umwandlung der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Fachhochschulen begründet sich durch die hohe Anzahl an benötigtem Personal, welches an den bestehenden Fachhochschulen nicht ausreichend ausgebildet werden kann. Der Zugang muss neben MaturantInnen auch Personen mit einer maturaähnlichen Eignung für diesen Beruf ermöglicht werden.
Der FGV-Vorsitzende geht auch davon aus, dass die derzeit im Sozial-und Gesundheitsministerium laufende Evaluierung des Bedarfs an Pflegepersonen rasch abgeschlossen werde. Zellhofer: "Derzeit ist schon abzusehen, dass sich dieser in einer mindestens fünfstelligen Zahl bewegen wird."

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: franz.fischill@oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001