FPÖ: Mühlberghuber: Gemeinsame Obsorge entschärft Eltern-Konflikte

Nach Kindesentziehung in Graz soll Justizministerin Karl endlich neuen Anlauf nehmen

Wien (OTS) - Der aktuelle Fall von Kindesentziehung in Graz ist
für die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber ein Alarmsignal. Vor allem der Umstand, dass es nach Auskunft des Justizministeriums jedes Jahr in Österreich rund 25 derartige Fälle und noch viel mehr Sorgerechtsstreitigkeiten mit Auslandsbezug gebe, lasse aufhorchen. "Dieser Fall muss Justizministerin Karl zu denken geben, dass es höchst an der Zeit ist, auch in Österreich ein modernes, kinderorientiertes Scheidungsrecht in Form der gemeinsamen Obsorge gesetzlich umzusetzen", appelliert Mühlberghuber.

Kinder wollen keinen Kampf "Mutter gegen Vater". Das Kindeswohl stehe immer im Vordergrund, Eltern dürften ihre Kinder nicht verantwortungslos zu Waffen in einem Scheidungskrieg machen, betont Mühlberghuber: "Die gemeinsame Obsorge stellt nicht nur die Gleichberechtigung der Eltern sicher, sie ist in erster Linie das Recht der Kinder."

In Belgien beispielsweise gelte seit 1995, dass im Fall einer Scheidung die elterliche Sorge dem Vater und der Mutter gemeinsam zukomme, unabhängig davon, ob die Eltern zusammenleben oder nicht. Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und ist das Kindesverhältnis zu beiden Eltern hergestellt, üben sie ebenfalls gemeinsam die elterliche Sorge aus. "Vergleichbare Modelle haben sich auch in Deutschland und Frankreich seit Jahren absolut bewährt. Aber in Österreich lässt man die Situation nach Trennungen immer noch eskalieren, anstatt die Eltern zu ihrer gemeinsamen Verantwortung zu verpflichten", kritisiert Mühlberghuber.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003