"Guter Grund" - Erde aus der Wiener Biotonne

Von der Biotonne ins Blumenbeet - Erde der MA 48 auf Wiens Mistplätzen

Wien (OTS) - Auch wenn der Frühling zwischendurch Pause macht -Wiens Hobbygärtner sind längst aktiv und greifen auch verstärkt zur qualitativ hochwertigen torffreien Erde aus der Biotonne der MA 48. "Diese wird aus Kompost aus der Wiener Biotonne hergestellt, also aus Apfelputzen, Grünschnitt & Co", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Verkauft wird die Erde mit dem klingenden Namen "Guter Grund" auf allen 19 Wiener Mistplätzen. Ein 18 Liter-Sack kostet dort 3 Euro, 40 Liter-Säcke 5 Euro.

70.000 Biotonnen liefern das Ausgangsmaterial

Ausgangsmaterial für Wiener Kompost und daher auch für die Blumenerde "Guter Grund" sind die rund 115.000 Tonnen an Bioabfällen, die die MA 48 in den über 70.000 Biotonnen im Grüngürtel der Stadt sammelt. Im Kompostwerk Lobau der MA 48 entstehen daraus jährlich rund 40.000 Tonnen Kompost höchster Qualität, der sogar für den biologischen Landbau geeignet ist. Sämtliche Maschinen hierfür werden umweltfreundlich mit Biodiesel betrieben. Der Clou daran: Der Biodiesel wird aus ca. 320.000 kg Altspeiseölen und -fetten hergestellt, die von den WienerInnen bei der MA 48 abgegeben werden. Produziert wird die hochwertige Erde schließlich im kürzlich eröffneten Erdenwerk terrasan im 22. Bezirk auf dem MA 48-Betriebsgelände "Schafflerhof".

Neues Erdenwerk schließt den Biokreislauf der Stadt Wien

Binnen weniger Monate entstand in der Lobau ein modernes Erdenwerk, ein "Joint-Venture-Projekt" des potenten deutschen Blumenerdenherstellers und der MA 48. Die Firma terrasan verlegt damit ihre für Österreich sowie Ost- und Mitteleuropa bestimmte Erdenproduktion von Bayern nach Wien. Jährlich produziert die Firma am neuen Wie-ner Standort ca. 60.000 m3 Erde, wofür u.a. auch rund 20.000 Tonnen Qualitätskompost der 48er verwendet werden.

Aktiver Beitrag zum Erhalt der Moore und zum Klimaschutz

Die Erde der MA 48 kommt gänzlich ohne Zugabe von Torf aus und schützt somit die Moore, die zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zählen. "Mit dem "Guten Grund" leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, da weite Transportwege für den Import nach Österreich eingespart werden können", so Sima.

Weiterentwicklung der Erde "Guter Grund" mit dem Österreichischen Umweltzeichen

Das Produkt "Guter Grund 2012" wurde auf Basis der mittlerweile 3-jährigen Erfahrung neu kreiert. Dazu wurden in den Sommermonaten 2011 zahlreiche Untersuchungen durchgeführt.
Die neue Erde enthält neben Wiener Kompost (37,5%) auch einen ausgereiften und stickstoffstabilisierten Rindenhumus (37,5 %), eine weitere wichtige Komponente sind entsprechend vorbereitete (thermisch druckimprägnierte) Holzfasern (25 %). Diese Zu-sammensetzung gewährleistet eine lockere und leichte Konsistenz. Ergänzende Nähr-stoffe werden ausschließlich in Form von organischen Düngemitteln hinzugefügt. Die Erde besteht somit zu 100 Prozent aus natürlichen Bestandteilen.
Die torffreie Erde entspricht - wie schon im Vorjahr - den strengen Vorgaben des Öster-reichischen Umweltzeichens, welche durch unabhängige Gutachter überprüft werden. Durch die geforderten Qualitätskriterien wird eine ausgeglichene Nährstoffversorgung gewährleistet, ein hohes Pflanzenwachstum der Umweltzeichenprodukte sichergestellt und eine nachhaltige Erdenalternative geboten.

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DI Ulrike Volk
Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48)
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