Zum Inhalt springen

ORF III setzt "Alles auf Zucker" und zeigt einen barocken Bücherkrimi

Am 5. April im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information zeigt am Gründonnerstag, dem 5. April 2012, die mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnete Komödie "Alles auf Zucker" über den ganz normalen Alltagswahnsinn einer jüdischen Familie und begibt sich in einem barocken Bücherkrimi auf historische Spurensuche. Im Anschluss begrüßt Christoph Riedl die ehemalige Vorsitzende der größten Frauenorganisation der römisch-katholischen Kirche, Margit Hauft, zum Interview.

ORF-III-Schwerpunkt Judentum

Neben Dokumentationen, Porträts und Interviews zur jüdischen Geschichte sowie dem jüdischen Leben in Österreich und Mitteleuropa, zeigt ORF III Kultur und Information im Zuge des umfangreichen Programmschwerpunkts zum Judentum auch den mehrfach preisgekrönten Spielfilm "Alles auf Zucker" über jüdische Traditionen und menschliche Schwächen. Dani Levys Komödie über die gegenwärtigen Alltagssorgen und Nöte einer jüdischen Familie erwies sich nicht nur als großer Gewinner bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Jahr 2005, sondern erfreute sich auch beim Publikum großer Beliebtheit. ORF III zeigt diesen außergewöhnlichen Spielfilm mit Henry Hübchen in der Hauptrolle.

"Alles auf Zucker" (20.15 Uhr)

Jakob Zuckermann alias Jaeckie Zucker steckt in der Klemme. Der Gerichtsvollzieher droht mit Gefängnis, seine Frau Marlene fordert die Scheidung und seine Kinder gelten nicht wirklich als große Hilfe. Als den ehemaligen Sportreporter, der sich längst nicht mehr als Jude sieht, die Nachricht vom Tod seiner Mutter erreicht, gibt ihm die Hoffnung auf eine Erbschaft neuen Mut. Der Nachlass hat allerdings einen Haken. Das Erbe kann Jaeckie nur gemeinsam mit seinem tiefgläubigen Bruder Samuel antreten. Das seit Jahrzehnten zerstrittene Geschwisterpaar soll im Anschluss an die Beerdigung eine siebentägige Trauerzeit nach jüdischer Tradition ausrichten. Gemeinsam gewinnen oder ganz verlieren. Obwohl Marlene koscheres Essen serviert und ihre Kinder als "jüdisch" präsentiert, ist die Fassade schnell durchschaut. Kommt es zur Eskalation oder gelingt eine Versöhnung? Für eine abwechslungsreiche Komödie mit humorvollem Bezug auf das moderne jüdische Leben sorgen Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer, Steffen Groth und Anja Franke.

"Im Auftrag seiner Majestät - Ein barocker Bücherkrimi" (21.45 Uhr)

Jahrhundertelang waren Bibliotheken ein Hort des Wissens und der Macht. Der Zugang zu gelehrten Büchern und die Kunst des Lesens galten in der europäischen Geschichte lange als Privileg. Wer heute einen handgemalten Kodex aufschlägt, wird von der Aura, welche den Büchern vor ihrer Massenverbreitung durch den Buchdruck anhaftete, überwältigt. ORF III Kultur und Information taucht "Im Auftrag seiner Majestät" in eine historische Kriminalgeschichte: Im Jahr 1665 verließ eine Schiffsladung wertvoller illuminierter Handschriften Schloss Ambras, um über die Donau nach Wien transportiert zu werden. Kaiser Leopold I. wollte die Bibliothek von Ferdinand II. in Empfang nehmen. Doch ein Teil der Bücher verschwand, da die Schiffe sanken. Erst Jahrhunderte später tauchte das eine oder andere wertvolle Stück mit Wasserschäden auf Antiquitätenmärkten wieder auf. Unter der Regie von Martin Ambrosch führt Martin Brambach durch eine Geschichte voller Mysterien und lüftet so manches Geheimnis der modernen Bücherforschung.

Das ganze Interview: "Christoph Riedl im Gespräch mit Margit Hauft" (22.40 Uhr)

Mehr als zwölf Jahre lang galt sie als Symbolfigur des kirchlichen Ehrenamtes in Österreich: Margit Hauft übergab am 23. März 2012 den Vorsitz der Katholischen Frauenbewegung Österreichs der 46-jährigen Tirolerin Barbara Haas. Hauft wollte mit der Amtsübergabe nicht warten bis ihre Kraft erschöpft sei, deshalb entschied sie sich bei der letzten Vollversammlung der mit rund 200.000 Mitgliedern größten Frauenorganisation der römisch-katholischen Kirche gegen eine weitere Kandidatur.

Eine Ära gehe damit zu Ende, hieß es von Seiten ihrer Wegbegleiterinnen und Weggefährten. Schließlich hat Margit Hauft die kirchen- und gesellschaftspolitischen Debatten Österreichs nicht nur als Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, sondern auch zwölf Jahre lang als Präsidentin der Katholischen Aktion in Oberösterreich nachhaltig geprägt. ORF III Kultur und Information zeigt die 62-Jährige im Gespräch mit "Orientierung"-Moderator Christoph Riedl. Geplaudert wird über ihre Rolle als kämpferische Frau in der "Männerwelt Kirche", ihre Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Kirchenleitung und Politik sowie die Bedeutung, die einer Frauenorganisation innerhalb der römisch-katholischen Kirche heutzutage zukommt.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005