Falter: Amnesty International obsiegt vor Gericht gegen Glock

Patzelt: "Wir lassen uns von Waffenfirma nicht mundtot machen"

Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat mehrere brisante Prozesse gegen die Kärntner Waffenfirma Glock gewonnen. Das berichtet die Wiener Wochenzeitung Falter in ihrer morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe.

Amnesty fragte Glock vor einigen Jahren öffentlich, wie eine Waffe des Konzerns zu Rebellen in den Sudan gelangen konnte, obwohl dort ein Waffenembargo besteht. Ein Journalist, so Amnesty, habe die Waffe gesehen. Glock solle Aufklärung leisten.

Doch Glock klagte Amnesty auf Widerruf und üble Nachrede. Nun blitzte der Waffenkonzern an allen Fronten ab. Die Waffe wurde offenbar von einem Zwischenhändler Glocks widerrechtlich in das Krisengebiet gebracht. Für Amnesty-Chef Heinz Patzelt ist der Prozess exemplarisch. Die Recherchen der Menschenrechtsorganisation haben gezeigt, wie leicht Waffen aus Österreich in Kriegsgebiete gelangen können. Patzelt hatte erwartet, dass Glock mehr an Aufklärung interessiert sei: "Wir lassen uns von einem Waffenkonzern nicht mundtot machen."

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