Neues Volksblatt: "Privat-Uni" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 4. April 2012

Linz (OTS) - 10.500 Euro im Jahr beträgt die Studiengebür an der Paracelsus Medizinischen Universität in Salzburg; "im Voraus", wie auf der Uni-Homepage zu lesen ist. Und gar 12.000 Euro werden an der medizinischen Privatuni fällig, die der Kärntner FPK-Bildungsreferent nach Klagenfurt holen will.
Die Blauen werden nicht müde, das Banner der kleinen Leute vor sich her zu tragen, aber wenn es ums Studieren geht, dann lautet des Motto offensichtlich: Über Geld spricht man nicht, Geld hat man! Denn auch die oö. FPÖ-Gesundheitssprecherin kann sich für eine medizinische Privatuniversität in Linz erwärmen; nicht als erste Wahl, aber doch. Abgesehen davon, dass eine Medizin-Uni in Linz mit derart horrenden Gebühren für die allermeisten jungen Leute wie die Karotte wäre, die man dem Esel vor die Nase hängt, wäre das auch keine Lösung für das oberösterreichische Problem. Denn mit den paar Töchtern und Söhnen der "G'stopften", die sich sich rund einen Tausender pro Monat -netto, nur für die Studiengebühr, da kommt ja noch einiges dazu! -leisten können, wird man den drohenden Ärztemangel nicht beheben können. Und mit den immer weniger werdenden Medizinstudenten aus Oberösterreich, von denen viele nach dem Studium in Wien, Graz oder Innsbruck bleiben, auch nicht. Daher braucht Linz eine öffentliche Medizin-Uni; rasch, bevor es zu spät ist!

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