Kärnten verhindert Bienensterben

Erkenntnisse aus MELISSA in Kärnten umgesetzt. Verordnung vereint Schutz der Landwirtschaft vor Schädling sowie Schutz der heimischen Biene vor Insektiziden

Klagenfurt (OTS) - EU-Forschungsprojekt MELISSA bringt Neues zum Schutz der Bienen. Kärnten hat im Zuge einer neuen Verordnung gegen den Maiswurzelbohrer die Erkenntnisse aus MELISSA bereits umgesetzt. "Mit einer Verordnung gegen den Maiswurzelbohrer können wir die heimische Landwirtschaft vor einer Maiswurzelbohrer-Plage schützen und in weiterer Folge auch die Bienenwirtschaft vor Insektiziden bewahren", fasst LR Achill Rumpold die Verordnung zusammen.
Demnach schütze die Fruchtfolge die Landwirtschaft vor einer Maiswurzelbohrer-Plage und damit die Bienenwirtschaft vor einem weitreichenden Bienensterben durch Insektizide im Saatgut. Denn bisher wurde gebeiztes Saatgut gegen den Käfer ausgebracht, was in vielen Ländern für das Bienensterben verantwortlich gemacht wurde.

Mit der neuen Regelung in Kärnten wird die verpflichtende Verwendung von Insektiziden in Verbindung mit Saatgut aufgehoben. Nach drei Jahren Mais auf einem Feld muss eine andere Frucht angebaut werden. Damit wird dem Maiswurzelbohrer buchstäblich die Nahrung entzogen.

"Wir haben eine Lösung am Tisch, die alle schützt: die Landwirtschaft vor dem Käfer, die Bienen vor den tödlichen Insektiziden und die Konsumenten", so Rumpold.
Der Maiswurzelbohrer verursacht in Europas Landwirtschaften Ernteausfälle bei Mais von bis zu 90 %. Derzeit rechnet man mit einem Schaden von rund einer halben Milliarde Euro in Europas Landwirtschaft. Auch Kärnten ist vor dem Maiswurzelbohrer nicht gefeit, einzelne Käfer wurden in Fallen bereits entdeckt. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Kärnten
Presseabteilung
Tel.: +43 (0)463 5862
landespartei@oevpkaernten.at
www.oevpkaernten.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKV0001