Umweltminister kürzt Förderungen für private Häuslbauer

Drastische Kürzungen bei Photovoltaikförderung soll morgen bekannt gegeben werden

Wien (OTS) - FPÖ-Energiesprecher Norbert Hofer schlägt wegen einer geplanten und dramatischen Kürzung der Investitionsförderung für private Photovoltaikanlagen Alarm.

Hofer: "Mir wurde heute mitgeteilt, dass der Umweltminister die zur Verfügung stehenden Mittel von 45 auf 25 Millionen Euro kürzen will. Ich bin ein großer Freund der Investitionsförderung für private Häuslbauer, weil ein Großteil der Mittel über die Mehrwertsteuer und durch Beschäftigungseffekte vor allem für ortsansässige heimische KMUs wieder an die öffentliche Hand fließt. Diese Kürzung ist daher ganz und gar nicht gescheit."

Die Photovoltaikförderung aus dem sogenannten Klimafonds richtet sich ausschließlich an private Haushalte. Es werden Anlagen bis zu einer Größe von 5 KWp gefördert. Alle vorliegenden Studien zeigen, dass der volkswirtschaftliche Effekt sich vornehmlich auf die Installation der Anlagen bezieht. Unter der bisher geltenden Annahme, dass bis 2010 5 Prozent des Stromverbrauchs aus Photovoltaikanlagen geliefert werden kann, ergibt sich eine jährliche Wertschöfpung von 3 Milliarden Euro. 15.000 Arbeitsplätze werden geschaffen.

Während für den sogenannten Euro-Rettungschirm locker hunderte Millionen Euro freigeschaufelt werden und die Finanzministerin dazu meint, das sei überhaupt kein Problem, werden Infrastrukturinvestitionen in Österreich gekürzt.

Norbert Hofer: "Ich fordere den Umweltminister auf, von dieser Kürzung Abstand zu nehmen. Gleichzeitig schlage ich einmal mehr vor, den Mehrwertsteuersatz für Energie aus erneuerbaren Energieträgern von 20 auf 10 Prozent zu reduzieren. Diese Maßnahme kostet zwar im ersten Schritt rund 300 Millionen Euro an Mindereinnahmen. Da wir damit aber vor allem die heimische Energiewirtschaft unterstützen, die mehr als Unternehmen aus dem benachbarten Ausland auf erneuerbare Energieträger setzen, rechnet sich dieser Schritt mittelfristig auch für das Budget. Für jene Haushalte, die sich für erneuerbare Energie entscheiden, bedeutet diese Maßnahme auch eine finanzielle Entlastung."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003