FPÖ-Obermayr: Wann kommen die Gentechnik-Tiere?

EU trifft offenbar Vorbereitungen für Zulassungsanträge

Wien (OTS) - "Während täglich über 100 Tier- und Pflanzenarten auf Nimmerwiedersehen von unserem Erdball verschwinden, bereitet die EU offenbar eine äußerst bedenkliche künstliche Erweiterung des irdischen Artenspektrums vor"; so heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Franz Obermayr. "Jedenfalls hat die umstrittene Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, Richtlinien für die Bewertung von gentechnisch veränderten Tieren publiziert."

Das werde mutmaßlich nicht ohne Hintergedanken getan. Es sei also mittelfristig mit entsprechenden Zulassungsanträgen zu rechnen. Für die Risikobewertung gehe man von der 'substantiellen Äquivalenz', also der grundsätzlichen Vergleichbarkeit konventioneller und genmanipulierter Tiere aus. Das aber habe sich bereits bei Gentechnik-Pflanzen als gravierender Trugschluss herausgestellt.

"Vor einer etwaigen Zulassung gentechnisch veränderter Tiere kann nur gewarnt werden", meint Obermayr. "Immerhin musste selbst in den USA, dem Mutterland der Gentechnik, die Zulassung des legendären Gentech-Lachses im letzten Moment wieder gestoppt werden."

In Europa dürfe man sich deshalb keineswegs in Sicherheit vor widernatürlichen und mutmaßlich gefährlichen Schöpfungsexperimenten wiegen. So würde bereits eifrig mit manipulierten Insekten gewerkt, die nach Medienberichten in Brasilien und Malaysia bereits freigesetzt worden wären. Freisetzungsversuche seien demnach auch in Frankreich und Großbritannien geplant, um unerwünschte Insektenpopulationen auszulöschen.

"Wie so oft wird ein Anliegen vieler Menschen aufgegriffen - wer wünscht sich nicht z. B. einen stechmückenfreien Sommer? - um unbedarft Manipulationen vorzunehmen, die ungeahnte Folgen haben können und werden. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass zunächst jede Freisetzungs- und Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen sein muss, ehe Zulassungen überhaupt angedacht werden dürfen", so Franz Obermayr abschließend.

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