Dürre im Tschad ist die schlimmste seit Jahren

Diakonie hilft mit Nahrungsmitteln und Saatgut

Wien (OTS) - Derzeit erleben mehrere Regionen im Tschad eine akute Nahrungsmittelunsicherheit. Anhaltende Dürre in den letzten Monaten führte zu schlechten Ernten und die Menschen in den Dörfern aktivieren schon ihre Not-Strategien gegen den Hunger.

"Regierung und UN-Organisationen schätzen, dass aktuell 3.6 Millionen Menschen im Tschad unter Nahrungsmittelunsicherheit leiden, darunter 1.2 Millionen unter sehr ernster Nahrungsmittelunsicherheit. Wir versuchen, uns um die zu kümmern, die am meisten betroffen sind," schildert David Cibonga von der Koordinationsstelle der Vereinten Nationen für humanitäre Krisen OCHA im Tschad die Lage.

"Viele Familien in den am meisten betroffenen Dörfern haben bereits begonnen, nach der Missernte im Herbst das Saatgut für die neue Erntesaison aufzuessen. Außerdem leben sie nun von Heuschrecken, die sie sammeln, und von wilden Beeren, die sie vereinzelt auf den Büschen finden", erzählt Ulla Ebner, die für die Diakonie Katastrophenhife im Tschad war. "Die Krise wird immer deutlicher. Wenn ab Juni der ersehnte und erwartete Regen noch einmal ausbleibt, haben wir es mit einer echter Hungerkrise zu tun," erklärt Martin Kessler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland, derzeit unterwegs im Tschad.

"Die Herausforderung ist es, den Menschen wieder auf die Beine zu helfen, und ihre Möglichkeiten sich selbst zu versorgen zu stärken", so Ulla Ebner. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in den teilweise schwer zugänglichen Regionen südlich und östlich des Tschadsees mit lokalen Organisationen zusammen und unterstützt diese vor allem mit Saatgut und Nahrungsmitteln für die Familien. Ziel ist es aktuell, diese Krise möglichst frühzeitig abzufangen.

"Das wichtigste ist, dass die Menschen auf ihren Höfen bleiben. Wenn sie beginnen, das Land zu verlassen, sind die Folgekosten für die Menschen und auch finanzielle Folgekosten viel größer. Deshalb ist es so wichtig, jetzt zu helfen," betont Kessler.

Um diese so nötige Hilfe leisten zu können, und die logistische Herausforderung der Nahrungsmittelverteilung meistern zu können, bittet die Diakonie Katastrophenhife um Spenden unter: PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Spendenzweck "Sahel"

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: roberta.rastl@diakonie.at. Web: www.diakonie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIK0001