FPÖ-Gartelgruber: Mit voller Härte gegen Mädchenhändler!

Zwangsprostitution ist die moderne Sklaverei in Europa

Wien (OTS) - "Der jüngste Fall einer fünfzehnjährigen Rumänin, die in Klagenfurt zur Prostitution gezwungen wurde, ist in höchstem Maße schockierend. Leider sind minderjährige Zwangsprostituierte in Österreich keine Ausnahmen. Diese Form der Ausbeutung junger Frauen und Mädchen ist moderne Sklaverei und mit allen Mittel zu bekämpfen", kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin NR Abgeordnete Carmen Gartelgruber den jüngsten traurigen Fall eines Mädchens, das in Kärnten von der Polizei aus einem Bordell befreit wurde.

Der Fall einer bulgarischen Bande, die im März vor Gericht stand und ebenfalls eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen hatte, demonstriere, dass es sich leider um keine Einzelfälle handle. "Im Fall der bulgarischen Bande wurde von den Tätern die sogenannte Loverboymethode angewandt, um ihre Opfer zur Prostitution zu zwingen. Bereits im letzten Sommer habe ich genau vor dieser Methode gewarnt", verweist Gartelgruber auf ihre Initiative gegen Zuhälter, die nach der Loverboymethode agierten.

Seltsam anmutend seien in diesem Fall die sehr milden Urteile gegen die Täter gewesen. "Mir sind die besonderen Schwierigkeiten eines derartigen Falles durchaus bewusst. Deswegen ist es wichtig der Exekutive, die nötigen Mittel in die Hand zu geben, um solche Täter wirksam verfolgen zu können", meint Gartelgruber. Da es sich um grenzübergreifende, organisierte Kriminalität handle, sei eine enge Kooperation innerhalb Europas wichtig.

Daneben seien jedoch auch rechtliche Änderungen anzudenken. "Wenn solche Täter bei ihrem Urteil applaudieren, dann ist da etwas falsch gelaufen. Strengere Strafen sowie andere Maßnahmen sind dann zu überdenken", erklärt Gartelgruber. Dabei könnte es sich, vor allem wenn Unmündige die Opfer seien, um Verschärfung der Haftbedingungen (Streichung von Freigängen etc), erschwerte vorzeitige Entlassung, erschwerte bedingte Strafen sowie die Verankerung von Straftaten an Unmündigen als besonderem Erschwerungsgrund im StGB handeln.

Zu hinterfragen sei in diesem Zusammenhang jedoch auch die Rolle der "Kunden". "Ohne entsprechende Nachfrage nach minderjährigen Prostituierten, gäbe es dieses Problem nicht. Wer solche Dienste in Anspruch nimmt, macht sich mitschuldig", schließt Gartelgruber.

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