Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Starke Frühjahrsbelebung im März - mit 4,2 Prozent Arbeitslosenquote weiterhin geringster Wert in EU

Wien (OTS/BMASK) - Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Starke Frühjahrsbelebung im März - mit 4,2 Prozent Arbeitslosenquote weiterhin geringster Wert in EU

"Die Frühjahrsbelebung am österreichischen Arbeitsmarkt fiel im heurigen März stärker aus als letztes Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat um 46.290 (2011: 39.671)", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Sonntag nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den Monat März. Österreich ist mit einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent nach europaweit einheitlicher Messmethode weiterhin das Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der EU. "Der österreichische Weg einer Budgetkonsolidierung über Wachstum, Beschäftigung und einem notwendigen aber sozial ausgewogenen Sparen ist wesentlich erfolgreicher als eine Politik des Sozialabbaus und der Erhöhung von Massensteuern", so Hundstorfer. Dennoch stieg die Arbeitslosigkeit mit 263.774 Arbeitslosen (+11.187 oder +4,4 Prozent) und 68.438 SchulungsteilnehmerInnen (-1.077 oder -1,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat an. "Der Anstieg ist aber deutlich geringer ausgefallen als im Februar. Insgesamt waren beim Arbeitsmarktservice 332.212 Menschen vorgemerkt, um 10.110 oder 3,1 Prozent mehr als vor einem Jahr", so der Sozialminister. ****

So wie in den letzten Monaten waren die über 50-jährigen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen (+8,5 Prozent) als Jugendliche (+1,9 Prozent). Am Lehrstellenmarkt setzte sich im März die Entspannung weiter fort. Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg mit +10,5 Prozent wesentlich stärker als die Zahl der Lehrstellensuchenden (+1,5 Prozent). "Der Arbeitsmarkt bietet aber auch Chancen für Ältere", betonte Hundstorfer. die Zahl der über 50-jähigen Beschäftigten stieg mit +36.000 weiterhin um ein Vielfaches stärker als die der Arbeitslosen (+4.835). Zwei von drei zusätzlichen Beschäftigten sind über 50 Jahre alt. Auch die Gesamtbeschäftigung ist weiterhin auf Rekordniveau. Mit +57.000 aktiv Beschäftigten im März stieg die Zahl der Arbeitsplätze im ersten Quartal zwei bis dreimal so stark wie von den Wirtschaftsforschern für 2012 prognostiziert.

Das starke Beschäftigungswachstum war bereits im Vorjahr die wichtigste Ursache für höhere Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen. Die erfolgreiche Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik drückte das österreichische Budgetdefizit 2011 mit 2,6 Prozent unter die Maastricht-Grenze, was nur wenigen EU Staaten gelang. Das anhaltend hohe Beschäftigungswachstum wird auch 2012 die Budgetkonsolidierung unterstützen.

Um die erfolgreiche österreichische Arbeitsmarktpolitik auch in den nächsten Jahren weiterzuführen, werden im Rahmen des Stabilitätspakets 750 Mio. Euro zusätzlich investiert. Mit diesen Geldern werden ältere und gesundheitlich eingeschränkte ArbeitnehmerInnen verstärkt unterstützt, damit sie länger im Erwerbsleben bleiben können, dadurch sozial besser abgesichert sind und gleichzeitig Einsparungen bei Invaliditätspensionen erzielt werden.

"Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im März Männer (+5,7 Prozent) stärker betroffen als Frauen (+2,6 Prozent). Die Bauwirtschaft erlebte einen gedämpften Frühlingsbeginn", sagte der Sozialminister. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 10,6 Prozent. Wie schon in den letzten Monaten waren die Beschäftigten der Leiharbeitsbranche am stärksten von der gedämpften Konjunktur betroffen (+12,8 Prozent bei den Arbeitslosen). "In dieser Branche gibt es besonders häufig prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit kurzfristigen Unterbrechungen und hohe Arbeitslosigkeit. Hier wird ab 2013 die Auflösungsabgabe in Höhe von 110 Euro bei Kündigung und einvernehmlicher Auflösung eine Verringerung der Kündigungen und damit der Arbeitslosigkeit bewirken", unterstrich Hundstorfer.

Direkt in der Industrie Beschäftigte waren weniger von der schwächeren Konjunktur betroffen (+2,7 Prozent Arbeitslose). Im Tourismus senkte die anlaufende Ostersaison die Arbeitslosigkeit um 3,4 Prozent. Von dieser Entwicklung profitierten in erster Linie die Tourismusbundesländer: in Tirol sank die Arbeitslosigkeit mit 4,5 Prozent am stärksten vor Vorarlberg (-1,6 Prozent), dann folgt Kärnten (+1,6 Prozent). Den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete die Steiermark (+9,0 Prozent) vor Niederösterreich (+7,3 Prozent) und dem Burgenland (+6,6 Prozent). (Schluss)

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