ORF III setzt Themenschwerpunkt "Judentum" fort

Am 2. April im neuen Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information blickt am Montag, dem
2. April 2012, hinter die Kulissen der jüdischen Partnersuche, die in gläubigen Kreisen als sehr organisiert gilt. Danach erlaubt ein Porträt von vier Vielfachmüttern Einsichten in den Alltag traditioneller, kinderreicher jüdischer Familien. Eine sehr moderne Position im Judentum beziehen hingegen die Frauen in der anschließenden Doku, die den Beruf der Rabbinerin gewählt haben.

Doku.Zeit: "Matchmaker - Auf der Suche nach dem koscheren Mann" (20.15 Uhr)

Die sorgfältige Partnerwahl, bei der möglichst nichts dem Zufall überlassen ist, hat bei gläubigen Juden eine lange Tradition. Jüdin sucht Jude, Heirat erwünscht: Im Selbstversuch macht sich eine dreißigjährige Regisseurin daran, in Zürich einen Partner zu finden. Zur Auswahl hat sie aber nur ein paar Dutzend Interessenten. Um die Sache noch schwieriger zu machen, lädt sie die Kandidaten ein, mit ihr ein traditionelles Sabbat-Brot zu backen. Und während der Ofen in Betrieb ist, gibt man in drei Familienporträts beeindruckend offene Einblicke in das jüdische Liebesleben, von Internet-Verkupplungsseiten über koschere Liebesgeschichten bis zum Geheimnis unter der Frauenperücke.

DokuMente: "Seid fruchtbar und vermehret euch" (21.30 Uhr)

Seid fruchtbar und vermehrt euch, so heißt es im Buch Genesis in der hebräischen Bibel. Ultraorthodoxe Jüdinnen nehmen diese Aufforderung wörtlich. Möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen, das ist für sie religiöse Pflicht, der sie meist gerne nachkommen. Denn in der permanenten Mutterschaft sehen diese Frauen den Sinn ihres Lebens. Familienplanung durch Geburtenregelung ist orthodoxen jüdischen Paaren grundsätzlich verboten. Erst wenn die psychischen und physischen Belastungen durch die vielen Schwangerschaften und die ständig wachsende Kinderschar zu groß werden, dürfen sie zu Verhütungsmitteln zu greifen. In seiner Dokumentation porträtiert der israelische Filmemacher Shosh vier streng gläubige Jüdinnen und ihr kräftezehrendes Leben zwischen Haushalt und Kinderbetreuung

DokuMente: "Kol Ishah - Der Rabbi ist eine Frau" (22.25 Uhr)

Vier Frauen, die in New York, Los Angeles, in Frankfurt am Main und in Amsterdam als Rabbinerinnen tätig sind, geben Einblicke in das moderne Judentum. Thematisiert werden die Entstehung und Anliegen der jüdischen Frauenbewegung ebenso wie die Schwierigkeiten, mit denen Rabbinerinnen bis heute zu kämpfen haben. Welche anderen, neuen Aspekte und welche Qualität von Spiritualität bringen Frauen in dieses männerdominierte Amt ein? Ein Film von Hannah Heer.

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