Kubanische Regierung erklärt Karfreitag zum Feiertag

Vatikansprecher Lombardi: "Sehr positives Zeichen" - Entscheidung des Regimes gilt aber zunächst nur für den Karfreitag 2012

Vatikanstadt, 31.03.12 (KAP) Der bevorstehende Karfreitag ist auf Kuba erstmals ein Feiertag. Wenige Tage nach dem Papstbesuch auf der Karibikinsel hat der Ministerrat der kommunistischen Regierung den 6. April zum arbeitsfreien Tag erklärt. Vatikansprecher Federico Lombardi begrüßte in einer Erklärung am Samstagabend in Rom diesen Schritt, um den Benedikt XVI. bei seinem Treffen mit Präsident Raul Castro gebeten hatte. Die Entscheidung des Regimes gilt aber zunächst nur für den Karfreitag 2012. Erst später will der Ministerrat in Havanna darüber befinden, ob es dauerhaft ein Feiertag werde, wie die Parteizeitung "Granma" meldete.

Die umgehende Entscheidung der kubanischen Regierung sei "ein sehr positives Signal", so Lombardi. Er hoffe, dass die Entscheidung die Teilnahme der Gläubigen an den Gottesdiensten der Kar- und Ostertage fördere. Zudem setze er darauf, dass der Besuch des Papstes weiterhin "die erhofften Früchte zum Wohl der Kirche und aller Kubaner" bringe. Beim Besuch des Vorgängers von Benedikt XVI., Johannes Paul II., 1998 hatte der damalige Präsident Fidel Castro auch eine entsprechende Bitte um die Wiedereinführung eines Weihnachtsfeiertages gewährt.

Benedikt XVI. hatte vom 26. bis 29. März im Rahmen seiner Lateinamerikareise Kuba besucht. Dabei war er mit Staatschef Raul Castro sowie mit dessen Bruder Fidel zusammengetroffen. Bei seinen beiden Messen auf der Insel mit insgesamt 500.000 hatte der Papst volle Menschenrechte angemahnt und mehr Freiraum für die katholische Kirche gefordert.

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