Greenpeace-Ostereicheck: Produktion und Inhaltsstoffe überwiegend unbedenklich

Umweltschutzorganisation rät jedoch von einzeln verkauften Ostereiern ab

Wien (OTS) - Greenpeace hat auch heuer wieder Ostereier unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 25 im Handel erhältliche gefärbte Hühnereier auf Ökologie (Inhaltsstoffe, Gentechnik, Transport, Verpackung) und auf artgerechte Tierhaltung hin geprüft. Das Ergebnis ist erfreulich: Die Mehrheit der getesteten Ostereier schneidet aus ökologischer Sicht "hervorragend" oder "gut" ab. Sämtliche Produkte stammen von Hennen aus österreichischer Freiland- oder Bodenhaltung mit gentechnikfreier Fütterung. Die meisten wurden mit gesundheitlich unbedenklichen Farbstoffen gefärbt. Nach wie vor warnt die Umweltschutzorganisation jedoch vor einzeln verkauften Farbeiern, wie sie in Bäckereien oder auf Ostermärkten angeboten werden.

"Lose verkaufte Eier sind nicht gekennzeichnet und können aus Ländern mit Käfighaltung stammen, wo Hennen mit Gentech-Futter gefüttert und die Eier mit gesundheitlich problematischen Farben gefärbt wurden. Die Auflage des Gesundheitsministeriums, dass Ostereier nur dann einzeln verkauft werden dürfen, wenn das Verkaufspersonal genaue Auskünfte geben kann, wird weitgehend ignoriert", so Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Stichprobenartige Überprüfungen der Umweltschutzorganisation in diversen Wiener Bäckerei-Filialen haben ergeben, dass das Verkaufspersonal der geprüften Bäckereien (Filialen von Anker, Der Mann, Geier, Gradwohl, Grimm, Felber, Ströck) über die einzeln zum Verkauf angebotenen Ostereier zumeist uninformiert ist. "Es ist höchst bedenklich, dass Wiener Großbäckereien beim Einzelverkauf von Ostereiern Vorschriften missachten und ihre MitarbeiterInnen zum Nachteil der KonsumentInnen ungenügend schulen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt, deshalb ist Gesundheitsminister Stöger aufgerufen, zukünftig für eine umgreifende Verbesserung der Konsumenteninformation bei allen lose verkauften Ostereiern zu sorgen", so Sprinz.

Im Rahmen der Produkttests in den vergangen Jahren hat Greenpeace die Verwendung des roten Farbstoffes E 127 oder Erythrosin kritisiert. Dieser kann Allergien auslösen, steht im Verdacht an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms bei Kindern beteiligt zu sein und ist in der EU als R 22 - "gesundheitsschädlich beim Verschlucken" -eingestuft. Das positive Ergebnis des heurigen Produkttests: Nahezu alle in Supermärkten erhältlichen verpackten Ostereier sind frei von E 127. Bei einzeln verkauften Eiern, kann die Verwendung dieses bedenklichen Farbstoffes jedoch aufgrund der mangelhaften Produktinformation nicht ausgeschlossen werden. Greenpeace rät deshalb vom Einzelkauf ab solange die Konsumenteninformation unzureichend ist.

"Die derzeitige Produktinformation bei einzeln verkauften Eiern muss dringend verbessert werden. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht darauf zu erfahren, woher das Ei stammt, wie lange es haltbar ist, wie die Henne gehalten wurde, welches Futter sie gefressen hat und mit welchen Farben das Ei gefärbt wurde", so Sprinz und verweist zur Orientierungshilfe für den österlichen Einkauf auf den Online-Konsumentenratgeber von Greenpeace. Auf www.marktcheck.at/osterei ist eine Liste zu finden, auf der empfehlenswerte aber auch bedenkliche Produkte gekennzeichnet sind.

Die Produktliste sowie Informationen zur Recherche in den Bäckereien finden Sie unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/osterei

Rückfragen & Kontakt:

Claudia Sprinz
Greenpeace Konsumentensprecherin
Tel.: +43 (0) 664 61 26 731
mailto: claudia.sprinz@greenpeace.at

Melanie Aldrian
Greenpeace Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 664 61 26 725
mailto: melanie.aldrian@greenpeace.at

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