FP-Herzog: Bei "SMART-Wohnungen" stellen sich noch viele Fragen

Geplante Mietobergrenze von 7,50 Euro wird wohl nicht zu halten sein

Wien (OTS/fpd) - Die Ankündigung der Stadtregierung, bis zum Jahr 2014 insgesamt 2.000 "SMART-Wohnungen" zu errichten, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, erklärt Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog. Die FPÖ habe immer schon mehr preisgünstigere Wohnungen für Wien gefordert. Die großartig versprochene Mietobergrenze von 7,50 pro Quadratmeter sieht Herzog allerdings massiv gefährdet.

Insgesamt werfen die Pläne mehrere Fragen auf, so Herzog: Erstens sei die Finanzierung durch die Banken wegen der massiv verschärften Eigenkapitalvorschriften und der daraus resultierenden sehr restriktiven Kreditvergabe nicht gesichert. Durch das Sparpaket des Bundes ist eine Kürzung der Wohnbauförderung um 15 Prozent zu befürchten. Herzog: "Das würde die Anzahl der Neubauten sicherlich reduzieren. Bei der Wohnbauförderung ist wieder eine Zweckbindung einzuführen, damit das dafür vorgesehene Geld auch zu 100 Prozent dem Wohnbau zufließen."

Für den drastischen Anstieg der Wohnkosten seien, laut Herzog, derzeit nicht zuletzt unsozial steigende Gebühren und Energiepreise verantwortlich: "Die E-Control hat ja erst jüngst festgestellt, dass die Strompreise bei uns um zehn Prozent zu hoch sind."

Befürchtet muss zudem werden, dass durch EU-Vorschriften zur Wärmedämmung hohe Sanierungskosten entstehen. Herzog: "Unabhängig davon, dass sich es sich langfristig positiv auf die Heizkosten auswirkt." Der Landtagspräsident sieht dadurch auch das Stadtbild gefährdet: "Wenn das auf die Fassaden ausgeweitet wird, steht eine Uniformierung Wiens ins Haus. Bei Altbauten dürfen daher Dämmmaßnahmen nur an Fenstern, Kellern und in den Dachgeschoßen ansetzen."

Durch neue EU-Normen könnte auch ein Massenaustausch von Heiz- und Warmwassergeräten erforderlich werden. "Durch solche Vorschriften entstehen für die Bürger irrsinnige Kosten und einige Erzeuger der neuen Produkte machen lukrativste Geschäfte. So ein Anschlag einiger weniger Konzerne auf die Geldtaschen der Wienerinnen und Wiener ist zu unterbinden!" (Schluss)

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