JUGENDVERTRETUNG fordert echte gemeinsame Schule!

Zum aktuellen Beschluss bezüglich der neuen Mittelschule betont die BJV, dass nur die Umwandlung aller Schultypen zu Chancengleichheit führt!

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) begrüßt zwar den gestrigen Nationalratsbeschluss zur Umwandlung von Hauptschulen in neue Mittelschulen als Schritt in die richtige Richtung, warnt aber davor, dass die Reform hier nicht stehen bleiben darf: "Wenn wir von einer gemeinsamen Schule reden, verstehen wir darunter einen einzigen Schultyp, der allen SchülerInnen gleiche Chancen bietet", erklärt BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Solange es neben der jetzigen neuen Mittelschule noch weitere Schultypen gäbe, sei das nur eine Scheinlösung, so die Vorsitzende weiter.
Die BJV betont, wie wichtig Maßnahmen im Bildungsbereich für die Chancen junger Menschen sind: "Es muss endlich der Vergangenheit angehören, dass die Herkunft, der Wohnort oder der Bildungsgrad der Eltern den Bildungsweg von Kindern festlegen. Auch die frühe Selektion schon mit zehn Jahren ist völlig althergebracht.", kritisiert Zauner.
Die BJV spricht sich insgesamt für ein neues Bildungsverständnis, das Chancen und Talente fördert, aus: "Wir müssen endlich weg von der Defizitpädagogik, bei der immer nur auf Fehler und Schwächen geschaut wird. In jungen Menschen steckt viel Potenzial, dass durch unser Schulsystem nicht länger kaputt gemacht werden darf", so Zauner.

Kampagne "Gute Bildung für alle!"

In ihrer aktuellen Bildungskampagne "Wir lassen uns nicht abstempeln! Gute Bildung für alle!" fordert die BJV:
- Die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule
- Ausreichende finanzielle Unterstützung für SchülerInnen
- Anerkennung von Mehrsprachigkeit als Gewinn
- Abschaffung von Sonderschulen
- Geschlechtersensiblen Unterricht und Aufbrechen von Stereotypen Die Details zu den Forderungen sowie das Kampagnenvideo sind auf www.gutebildung.at abrufbar.

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Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
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