Wr. Landtag - SP-Berger-Krotsch: "Wir lehnen Sexismus strikt ab"

Wr. Landtagsantrag für die bundesweite Unterbindung sexistischer Werbung

Wien (OTS/SPW-K) - Im Sinne einer "sexismusfreien Zone in Österreich" brachten heute SPÖ und Grüne Landtagsabgeordnete gemeinsam einen Antrag im Wiener Landtag bezüglich der Unterbindung sexistischer Werbung auf Bundesebene ein. "Die Stadt Wien ist in vielen Bereichen besser als die Privatwirtschaft", bestätigte SP-Landtagsabgeordnete Nicole Berger-Krotsch, und verwies auf die freiwillige Einkommenstransparenz, den Papamonat, die Frauenquote und die Wiener Frauenförderung.

Wiener Watchgroup gegen sexistische Werbung

"Wir lehnen sexistische Werbung strikt ab und beobachten die Privatwirtschaft sehr genau", so Berger-Krotsch weiter. Zu diesem Zweck wurde die "Wiener Watchgroup gegen sexistische Werbung" - nach Grazer Vorbild - ins Leben gerufen. Ziel sei es "sexistische Werbung aufzuspüren, anzuprangern und Rollenbilder aufzubrechen". Seit dem 15. Februar 2012 können auf der Website www.werbewatchgroup-wien.at Beschwerden eingereicht werden, welche von einer ExpertInnen-Gruppe aus Medien und Geschlechterforschung bewertet werden. Berger-Krotsch betonte, dass das Gremium aus "Frauen und Männern" zusammengesetzt sei. Nach eingehender Prüfung werden die Beschwerden mit dem entsprechenden Sujet auf der Website der Wiener Watchgroup veröffentlicht.

Sexismus darf sich nicht länger lohnen

"Tagtäglich begegnet uns sexistische Werbung, und es ist nicht zu leugnen, dass diese Abbildungen uns prägen, und schon unsere Kinder", so die Landtagsabgeordnete und SPÖ-Frauensekretärin. Denn, so Berger-Krotsch weiter, "es soll sich für Unternehmen nicht länger lohnen auf Sexismus zu setzen".

Diskriminierung hört nicht beim Körper auf

"Die Wiener Watchgroup bietet zwar eine Möglichkeit Bewusstsein zu schaffen und, neben den Bestrebungen des Werberats, einen weiteren Schritt zu sexismusfreier Werbung, zusätzlich bedarf es aber eines bundesgesetzlichen Verbots", so die Landtagsabgeordnete. Der Antrag beinhalte weiters ein Verbot der Diskriminierung aufgrund von Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder Herkunft, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder Krankheit und Armut. Außerdem die Aufforderung an die Bundesregierung "Gender und Menschenrechte" in allen bundesgesetzlich geregelten Berufsausbildungen zu verankern. Und weiters die Aufforderung an die Bundesregierung sich auch auf EU-Ebene und international zu verpflichten: "Österreichweit und international sollen Körper - in einer oftmals Gewalt verharmlosenden Art und Weise - nicht weiter als sexualisierte Werbemittel eingesetzt werden", so die Berger-Krotsch abschließend.

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