12. Wiener Landtag (2)

Fragestunde

Wien (OTS) - In der fünften Anfrage durch den Freiheitlichen Abgeordneten Ing. Udo Guggenbichler (FPÖ) an den LH Dr. Michael Häupl (SPÖ) zur bevorstehenden Novellierung des Naturschutzgesetzes meinte Häupl, seit der Gründung der Naturwacht habe sich sehr viel verändert, mittlerweile müssten viel mehr Flächen überwacht werden. Die Aufgaben beschränkten sich nicht nur auf Beratung und "aufmerksam machen" oder auf die Einhaltung der Ordnung in der Natur. Es seien mittlerweile auch behördliche Tätigkeiten dazu gekommen. Nichts desto trotz schätze er die Arbeit der Naturwacht sehr. Dass künftig bei Nichteinhaltung der Vorschriften ein sofortiges Einschreiten durch die Magistratsbediensteten möglich sein soll, findet Häupl in Ordnung. Abschließend betonte der Landeshauptmann gegen die Naturwacht gebe es keine Vorwürfe.

"SMART-Wohnungen - ein neues Wiener Wohnbauprogramm!"

LAbg Dr. Kurt Stürzenbecher (SPÖ) merkte an, bei der Umsetzung des Projektes "SMART-Wohnungen" werde der soziale Aspekt mitberücksichtigt. Damit habe man auf das rasche Bevölkerungswachstum von Wien um elf Prozent rasch reagiert. Bis 2014 sollten über ganz Wien verteilt, 2.000 "SMART-Wohnungen" entstehen, die vor allem für junge und Einkommensschwächere Familien ausgerichtet seien. Diese Wohnungen bieten einen kompakten Grundriss, wobei Materialien verwendet würden, die auf geringe Kosten ausgerichtet sein. Dabei werde auch auf die Bedürfnisse der Wiener BewohnerInnen eingegangen, ergänzte Stürzenbecher. Mit der Umsetzung des Projektes werde das Grundbedürfnis Wohnen für alle WienerInnen leistbar, schloss er.

LAbg Norbert Walter (ÖVP) mokierte sich über den Begriff "smart", weil viele Begriffe in Wien schon als smart bezeichnet würden. Für ihn sei dieses Projekt die Umsetzung von Startwohnungen. Man solle weniger Marketing betreiben, sondern mit dem dadurch eingesparten Geld mehr Wohnraum, vor allem für junge Menschen, schaffen. Man wisse schon seit längerem, dass Wien wachse, daher hätte man solch ein Projekt schon viel früher angehen müssen. Am Schluss seiner Wortmeldung erinnerte er den Wohnbaustadtrat an die, in seinen Augen, längst fällige Reform von Wiener Wohnen.

LAbg Mag. Christoph Chorherr (Grüne) warnte vor einer zunehmenden Explosion der Grundstückskosten. Bereits in etlichen anderen großen Städten, wie zum Beispiel in London, Paris und München, würden für junge Menschen leistbare Wohnungen immer weniger. Mittlerweile müsste man fast die Hälfte der Kosten für den Kauf des Grundstückes aufbringen. Eine gerechte Stadt wie Wien es sein solle, müsse auch günstige Wohnungen bereit stellen, sagte Chorherr abschließend.

Der zweite Präsident des Wiener Landtages Johann Herzog (FPÖ) meinte, die Wohnungssituation habe sich in Wien verbessert. Auch die FPÖ sei seiner Meinung, man müsse preisgünstigere Wohnungen in Wien schaffen. Die Realisierung der "SMART-Wohnungen" entspreche einer von der FPÖ gestellten Forderung nach der Schaffung von einigen 1.000 Wohnungen. Die Mietobergrenze von 7,50 Euro pro Quadratmeter, wird man nach Ansicht Herzogs nicht halten können. Günstiges Wohnen werde nur dann möglich sein, wenn die Gebührenerhöhungen gestoppt würden. Wohnen könne man auch durch den Austausch alter Heizkörper verbilligen, schloss er.

LAbg Ing. Mag. Bernhard Dworak (ÖVP) führte aus, der Baukostenindex sei um 40 Prozent gestiegen, gleichzeitig sei der allgemeine Verbraucherindex um nur 25 Prozent gestiegen. In seinen Augen sei der Wohnfonds ein Grundstückspreistreiber, auch er glaubt, dass sich die 7,50 Euro Deckelung nicht ausgehen werde, außerdem sieht Dworak Probleme in der Wohnungsgröße, weil die angebotenen 40 Quadratmeter für zwei Personen wahrscheinlich nicht ausreichend sein würden.

LAbg Birgit Hebein (Grüne) bezeichnete das neue Wiener Wohnbauprogramm "SMART-Wohnungen" als nachhaltig und gut. Sie wies darauf hin, dass Wien nach China und Kuba der größte öffentliche Immobilieninhaber sei. Dabei setze die Stadt nicht auf Gewinnmaximierung. Die Verteilung der "SMART-Wohnungen" auf ganz Wien halte sie für sehr gut, denn überall dort wo diese Wohnungen entstünden würde auch zusätzliche Infrastruktur geschaffen. (forts.) hl/hul

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