ÖAW-Reform auf gutem Weg - Eckpunkte des Restrukturierungsplans stehen

Maßnahmen von Ministerium und ÖAW gemeinsam erarbeitet - weitere Gespräche folgen

Wien (OTS) - "Die ÖAW-Reform ist auf einem guten Weg", betonen Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Professor Helmut Denk, in einer gemeinsamen Aussendung. Basierend auf dem 2011 beschlossenen ÖAW-Entwicklungsplan und der im November unterzeichneten Leistungsvereinbarung (2012-2014) wurden in den vergangenen Monaten intensive Gespräche geführt. Nun liegt ein weit fortgeschrittener Restrukturierungsplan vor, dessen Umsetzung die erstklassige, anwendungsoffene Grundlagenforschung und die damit verbundenen Arbeitsplätze an der ÖAW sicherstellen soll. In den kommenden Wochen wird es weitere Verhandlungen geben.

"Die ÖAW führt exzellente Institute, die weltweit keinen Vergleich scheuen müssen", so Töchterle am Rande eines Besuchs des Instituts für Mittelalterforschung und des Instituts für Demographie. Deren Direktoren Professor Walter Pohl bzw. Professor Wolfgang Lutz - beide wurden durch Wittgenstein-Preise und Advanced Grants des European Research Councils (ERC) ausgezeichnet - "beweisen mit ihrem Engagement, dass Forschung auf höchstem internationalen Niveau in Österreich zuhause ist", so Töchterle.

Eckpunkte des Restrukturierungsplans stehen In zahlreichen Gesprächen zwischen dem ÖAW-Präsidium und dem BMWF sowie unter Einbindung des Akademierates, des Betriebsrates und der Institutsdirektorenvertretung wurden in den vergangenen Wochen und Monaten Maßnahmen erarbeitet, die die notwendige Weiterentwicklung des modernen Forschungsträgers ÖAW sichern und ihre herausragende Stellung im österreichischen Forschungsraum nachhaltig stärken. "Wir erwarten bei Gelingen der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen den Erhalt der wissenschaftlichen Arbeitsplätze innerhalb oder außerhalb der ÖAW", so ÖAW-Präsident Denk.

Die Eckpunkte des Restrukturierungsplans liegen vor. Unter anderem sind folgende Restrukturierungsmaßnahmen vorgesehen:
- Schärfung des Profils der ÖAW als Forschungsträgereinrichtung durch Fokussierung im Sinne nachhaltiger Förderung wissenschaftlicher Schwerpunkte mit nachgewiesenem hohem Exzellenzstatus
- Betreiben international konkurrenzfähiger Institute mit fachspezifisch kritischer Größe als Voraussetzung für internationale Sichtbarkeit, Förderung von Synergien und effiziente Administration - Verstärkte Kooperation mit Universitäten
- Übertragungen: Verhandlungen für Übertragungen von Instituten der ÖAW an Universitäten laufen bereits seit Wochen. So wechseln das Institut für europäische Integrationsforschung, die Kommission für Rechtsgeschichte sowie die Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung bereits Anfang April an die Universität Wien. Weitere Übertragungen sind unter anderem an die Universitäten Innsbruck, Leoben und Salzburg geplant. Damit wird auch die Profilstärkung der Universitäten unterstützt.
- Personalbudget: Es ist geplant, vor allem durch Nichtnachbesetzungen bei Pensionierungen und Austritten, sofern fachlich vertretbar, Einsparungen im Personalbudget zu erreichen -ohne Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Arbeit an der ÖAW.
- Weitere Maßnahmen: Strukturelle Einsparungsmaßnahmen werden derzeit erarbeitet, darunter fallen etwa die Schaffung von Standortsynergien oder Einsparungen in der Verwaltung.

Zwtl. ÖAW-Budget seit 2000 in etwa verdoppelt
Nach einer durchschnittlichen Budgetsteigerung von jährlich rund zehn Prozent zwischen 2000 und 2009 erfolgt nun über die Leistungsvereinbarung eine Modernisierung des Finanz-, Personal- und Beteiligungsmanagements der ÖAW. Bis 2014 gibt es eine Fortschreibung des Budgets auf dem Niveau von 2011. Allerdings erhält die ÖAW für Restrukturierungsmaßnahmen weitere 10 Millionen Euro. Zusätzlich stehen der ÖAW bei Gelingen von Übertragungen von Forschungseinrichtungen an Universitäten in den kommenden drei Jahren bis zu 27 Millionen Euro zur Verfügung. Kürzlich hat die Nationalstiftung weitere 8 Millionen Euro für Projekte der Nachwuchsförderung an der ÖAW zugesagt, ein entsprechendes Impulsprogramm für exzellente Nachwuchsforscher(innen) ist in Ausarbeitung.

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