ORF III mit Zeitgeschichte zum Ersten Weltkrieg am Samstag und "Il mondo della luna" am Sonntag

Am 31. März und 1. April im neuen Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III zeigt am Samstag, dem 31. März 2012, in der Reihe "zeit.geschichte" eine dreiteilige Dokureihe über Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs sowie die Entstehung der Ersten Republik. Im Anschluss unterhält Felix Dvorak mit seinen berühmten Parodien.
Am Sonntagabend, dem 1. April, bringt Barbara Rett in "Erlebnis.Bühne" Musikfreunden Joseph Haydns Oper "Il mondo della luna" näher - ganz im Stil von ORF III eingebettet in ausführliche persönliche Gespräche mit dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt sowie mit Regisseur Tobias Moretti.

Samstag, 31. März 2012

zeit.geschichte: "Der 1. Weltkrieg (1): Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg" (20.15 Uhr)

Die Dokumentation von Andreas Novak beleuchtet die ersten drei Kriegsjahre vom Beginn 1914 bis zum Tod Kaiser Franz Josephs im November 1916. Sie analysiert die Hintergründe, Motive und Mechanismen eines Krieges, bei dem es neben politisch-militärischer Vorherrschaft auch um die "Rettung des Abendlandes" ging.

zeit.geschichte: "Der 1. Weltkrieg (2): Ende und Anfang" (21.10 Uhr)

Die Folgen des Ersten Weltkriegs mitsamt Friedensverträgen lasteten als schwere Hypotheken auf den ohnehin brüchigen Fundamenten der Ersten Republik. Eine Dokumentation von Robert Gokl.

zeit.geschichte: "Der Rest ist Österreich: Der Vertrag von St. Germain und die Folgen" (22.05 Uhr)

Im September 1919 unterzeichneten Österreich und die Alliierten den Vertrag von St. Germain, der die Auflösung Österreich-Ungarns regelte und die politischen Bedingungen für die neue Republik festhielt. Aufseiten der Alliierten bei der Pariser Friedenskonferenz: der amerikanische Präsident Woodrow Wilson, Frankreichs Premier Georges Clemenceau, der britische Premierminister David Lloyd George und der italienische Ministerpräsident Vittorio Emanuele Orlando. Die österreichische Delegation unter Staatskanzler Karl Renner glaubt, man könne noch verhandeln. Doch das Schicksal von Deutsch-Österreich ist besiegelt. "Der Rest ist Österreich", dekretiert Clemenceau. Der Film von Walter Seledec zeichnet die Ereignisse vor 90 Jahren in Spielszenen und mit Originalaufnahmen nach. In den Hauptrollen wirken Gerhard Dorfer als Karl Renner, Gerald Pichowetz als George Clemenceau, Peter Moucka als Leopold Kunschak, Martin Muliar als Otto Bauer und Wolfgang Pampel als Karl Seitz. Die Herstellung der Spielszenen übernahm Gebhardt Productions, Regie führte Leo Bauer.

Kult.reloaded: "Cabaret - Cabaret" (22.55 Uhr)

Ein Abend voller Parodien, Spott und heiteren Fragestellungen mit Felix Dvorak. Unter anderem wird der Song Contest persifliert, über moderne Kunst gewitzelt und (freilich erfolglos) gutes Benehmen erprobt. Bruno Kreisky wird beim Wort genommen ("Rundfunk ist primär eine Angelegenheit der Unterhaltung") - was folgt ist der Versuch, Ernstgemeintes komisch zu präsentieren: z. B. die in den Siebzigern beliebten Sendungen "Rendezvous mit Tier und Mensch" und "Russisch für Anfänger".

Sonntag, 1. April 2012

Erlebnis Bühne - Künstlerporträt: "Nikolaus Harnoncourt - Eine Reise ins Ich" (19.15 Uhr)

Nikolaus Harnoncourt ist einer der wenigen wirklichen Weltstars unter den Dirigenten. Der blaublütige Cellist ist in Sachen Musik vielseitig engagiert - neben dem Dirigat widmet er sich auch der Lehrtätigkeit und verfasst wissenschaftlichen Schriften, gründete den Concentus Musicus und gilt als Pionier der historischen Aufführungspraxis. Mit Auftritten wie bei den Neujahrskonzerten der Wiener Philharmoniker 2001 und 2003 erreicht er ein Millionenpublikum - mit der gleichen Leidenschaft und dem flammenden Ernst, mit denen er überall auf der Welt konsequent vor allem eines ist: ein wahrer Diener der Kunst.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Il mondo della luna" (20.15 Uhr)

Barbara Rett präsentiert die wohl bekannteste Oper Joseph Haydns, "Il mondo della luna" in einer Inszenierung von Tobias Moretti und unter dem Dirigat von Nikolas Harnoncourt aus dem Theater an der Wien. Inhalt: Auf Schloss Esterházy schickte Joseph Haydn im Sommer 1777 die Gäste der fürstlichen Hochzeitsfeierlichkeiten bereits rund 190 Jahre vor der ersten Mondlandung mit Hilfe ihrer Vorstellungskraft ins fantastische Universum. In seiner klingenden Beschreibung der Mondlandschaft gibt es statt Steinen und Staub duftende Blumen und grüne Wälder, statt Stille zwitschernde Vögel und lyrisch brillante Arien - aus musikalischer Sicht fraglos einer der bezauberndsten Irrtümer.
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt; Regie: Tobias Moretti; Solisten:
Dietrich Henschel, Bernard Richter, Vivica Genaux, Christina Landshamer, Anja Nina Bahrmann.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Kulturwerk: Tobias Moretti" (23.05 Uhr)

Tobias Moretti zu Gast bei Barbara Rett. Scheinbar mühelos bewegt sich der 1959 in Tirol geborene Schauspieler mit italienischen Wurzeln zwischen Opernregie und Rinderzucht, Theaterbühne und Kommissar Rex, Deutschland und Österreich. Die Zeit, die der dreifache Familienvater und Ehemann einer Orchestermusikerin nicht in der Seitenblicke-Gesellschaft verbringt, nützt er für das Erproben seiner vielseitigen Talente. Ein Charakter mit Ecken und Kanten im persönlichen Gespräch.

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