Gesundheitsminister Stöger kündigt bundesweit einheitliche Patientenbefragung an

Appell für rasche Reformen im Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt des 9. Forum Hospital Managements

Wien (OTS) - "Wir werden eine österreichweite Befragung durchführen, die sowohl im Krankenhaus - als auch im niedergelassenen Bereich die Zufriedenheit und Bedürfnisse der Patienten erheben wird." Das erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger beim 9. Forum Hospital Management, das gestern Donnerstag, im Wiener Studio 44 stattgefunden hat. Stöger betonte, dass Österreich dringend eine Gesundheitsreform brauche - dabei müssen vor allem die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen.
Die aktuell geplante und die lange Geschichte der Reform des österreichischen Gesundheitswesens stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von der Vinzenz Gruppe, dem Wiener AKH und der WU gemeinsam organisiert wurde und den Titel "Wie lange grüßt das Murmeltier. Appell für eine gelingende Gesundheitsreform" trägt.

Stöger forderte insbesondere eine gemeinsame Verantwortung für Steuerung, Planung und Finanzierung sowie gemeinsame Ziele und das Einbinden aller Beteiligten ein: "Wir müssen alle einbinden und möglichst lange gemeinsam gehen - auch wenn manchmal Umwege notwendig sind." Allerdings gibt es für ihn dabei auch Grenzen: "Manchmal muss man auch Entscheidungen gegen einzelne Sonderinteressen durchsetzen."

Gesundheitsminister Stöger plädiert für eine sachliche Debatte über die Reformen im Gesundheitswesen, damit das Vertrauen der Bevölkerung nicht zerstört werde. "Vertrauen braucht Transparenz", so Stöger. Daher müssen die Prozesse im Gesundheitswesen sichtbar gemacht werden. Dazu zählen unter anderem, dass die Finanzierung klar gelegt werde und es eindeutige Qualitätskriterien für die Prozesse im Gesundheitsbereich gebe.

Ruf nach differenzierter Leistungsdebatte
Die Forderung nach Transparenz bildete auch einen Schwerpunkt des Beitrages von Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe: "Wir müssen die undifferenzierte Ausgabendämpfungsdebatte durch eine differenzierte Leistungsdebatte ergänzen." Die undifferenzierte Kostendebatte führe zu Vertrauensverlust in das Gesundheitswesen. "Hinter den Kosten stehen aber große Leistungen für die Patienten, hohe Qualität und enormes Engagement der Mitarbeiter", betont Heinisch.
Nicht einseitige Sparprogramme, sondern transparente Investitionen in Qualität und Effizienz werden unser Gesundheitswesen erhalten. Daher soll in Zukunft, so Heinisch, dort investiert werden, wo nachweislich höchste Effizienz und Qualität erbracht werden.

Erfolg liegt in der Zusammenarbeit aller
Univ. Prof Dr. Reinhard Krepler, Ärztlicher Direktor des AKH Wien, sieht aus medizinischer Sicht großes Potential in der Strategie medizinisch-pflegerischer Leistungserbringung. In Zusammenarbeit von Universität und industrieller Forschung wurden zum Beispiel kosteneffizientere und schonendere Behandlungsmöglichkeiten entwickelt. Krepler: "Der Erfolg im Einsatz dieser Methoden erfordert ein Zusammenwirken aller Anbieter über die Landesgrenzen und jene der Rechtsträger hinweg."

Murmeltier macht Hoffnung
Der Wirtschaftsexperte a. o. Univ. Prof. Dr. Johannes Steyrer, wissenschaftlicher Leiter des Forschungsinstituts Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie der WU-Wien brachte zur Eröffnung ein Murmeltier mit: "Es erwacht jetzt im Frühling wieder. Wir dürfen daher optimistisch sein, dass es Österreich heuer schafft, eine Gesundheitsreform umzusetzen."

Bildmaterial unter www.vinzenzgruppe.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Annemarie Kramser
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien
Leitung Kommunikation
Gumpendorfer Straße 108, 1060 Wien
Mobil : +43 /664 412 50 39
E-Mail :annemarie.kramser@vinzenzgruppe.at
www.vinzenzgruppe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGK0001