Gerstl: Stadt Wien muss Weltkulturerbe-Status für Steinhof-Gründe beantragen!

ÖVP-Abgeordneter verweist auf erfolgreiche Petition im Nationalrat - FPÖ unglaubwürdig

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine Bresche für den Erhalt der Steinhof-Gründe als Weltkulturerbe schlug ÖVP-Abg. Mag. Wolfgang Gerstl in seiner gestrigen Rede im Plenum des Nationalrates. Anlass war eine Petition, die zuvor im Petitionsausschuss des Nationalrates behandelt wurde. "Über 40.000 Unterschriften für das Weltkulturerbe Steinhof sind ein ganz besonderes Zeichen dafür, wie wichtig dieser Petitionsausschuss ist. Nicht nur, weil die Bürgerinnen und Bürger dieses Weltkulturerbe zur Sicherung des Geländes am Otto-Wagner-Spital haben wollen, sondern auch, weil wir mit diesem Petitionsausschuss hier im Nationalrat ein Korrektiv setzen können", so Gerstl. Die Petition hatte Gerstl gemeinsam mit seiner ÖVP-Kollegin Abg. Gabriele Tamandl eingebracht.

Im November 2011 habe die FPÖ an die Bundesregierung einen Entschließungsantrag für das Weltkulturerbe Steinhof gestellt. "Die FPÖ hat dabei aber vollkommen übersehen, dass nicht die Bundesregierung den Prozess starten kann, sondern die Stadt Wien einen Antrag beim Denkmalschutzrat stellen muss", sagte Gerstl Richtung Freiheitlicher. "Dies hat uns nun auch das Unterrichtsministerium und das Denkmalamt bestätigt."

In Lichte dieser Tatsache sei es noch unverständlicher, dass die FPÖ im gestrigen Nationalratsplenum noch einmal gegen die Petition gestimmt habe, kritisierte Gerstl. "Das macht die Freiheitlichen unglaubwürdig und zeigt, dass die FPÖ einfach immer nur dagegen ist. Eine solche Haltung ist für die ÖVP doppelzüngig und abzulehnen."

Die Petition habe jedenfalls auch bei Bürgermeister Häupl zu der Erkenntnis geführt, dass die Stadt Wien zuerst einen Antrag stellen muss, und dann erst der Weltkulturerbe-Status verliehen werden kann. "Wir kommen nur in kleinen Schritten voran, aber wir kommen voran", sagte Gerstl und sprach sich in diesem Sinne gegen ein weiteres Verzögern aus, wie es Häupl mit dem Abwarten eines Mediationsverfahrens erreichen will. "Wer will, dass die Steinhof-Gründe als Weltkulturerbe anerkannt werden, muss sofort alle Schritte setzen und sie nicht bewusst verzögern", schloss der Abgeordnete.
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