Berlakovich: Österreichische Landwirtschaft ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

Forderungen der heutigen Demonstration sind gelebte österreichische Realität

Wien (OTS) - "Die von den Demonstrantinnen und Demonstranten heute gestellten Forderungen sind in der heimischen Landwirtschaft längst gelebte Realität. Österreich hat eine flächendeckende bäuerliche Landwirtschaft und ist Vorreiter bei der Nachhaltigkeit. Unsere klein strukturierte Landwirtschaft wird international als vorbildlich angesehen. Mit Betriebsgrößen von durchschnittlich 20 Hektar kann man bei uns sicher nicht von Agrarindustrie sprechen", erklärte Lebensminister Niki Berlakovich heute.

Wir haben im Vergleich zu unseren Nachbarn etwa eine sehr klein strukturierte Viehwirtschaft. So sind z.B. in den österreichischen schweinehaltenden Betrieben nur vier Prozent der Mastschweine in Beständen mit mehr als 1.000 Tieren, während es in Deutschland 36 Prozent, in Schweden 50 Prozent und in Dänemark sogar 78 Prozent der Tiere sind. Weiters wird bei uns ein Fünftel der Fläche biologisch bewirtschaftet und wir haben mit 22.500 Biobetrieben in der Anzahl um ca. 1000 mehr als das vielfach größere Deutschland. Der Vorwurf der NGOs relativiert sich bei diesen Zahlen eindeutig, so Berlakovich.

Auch den Vorwurf, die Entwicklung der neuen Agrarpolitik finde hinter verschlossen Türen statt, weist Berlakovich zurück. Gerade heute finde zum Beispiel eine inhaltliche Veranstaltung zur Ausgestaltung der Neuen GAP statt und ein breit angelegter Öffentlichkeitsbeteiligungsprozess wird in diesem Frühjahr gestartet. Wenn NGOs die Agrarpolitik mitgestalten wollen, dann kann - wie in der Vergangenheit auch - die Möglichkeit im Rahmen des Prozess "LE 2020 - Allianz fürs Land" wahrgenommen werden.

Für einen genaueren Einblick in die komplexe Materie wird auf den grünen Bericht verwiesen: Der Grüne Bericht ist der Beweis, dass Österreich einen ökologischen und nachhaltigen Weg in der Landwirtschaft eingeschlagen hat. Mehr als die Hälfte aller Direktzahlungen in Österreich ist an ökologische Gegenleistungen der Landwirtschaft gebunden, sowie an den Ausgleich naturbedingter Erschwernisse im Bergbauerngebiet. Es ist unbestritten, dass ohne diesen Leistungsvertrag der Gesellschaft mit den Landwirtinnen und Landwirten viele "benefits" für die Vielfalt in den Regionen, Tourismus, Erhalt der Kulturlandschaft und eine breite Palette an Lebensmitteln und Spezialitäten gefährdet wären.

"Ich kämpfe zurzeit sehr intensiv auf Brüsseler Ebene, um genau diese Entwicklungen für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern, aber genauso für die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin garantieren zu können. Gerade jetzt ist kein Auseinanderdividieren, sondern ein nationaler Schulterschluss nötig", so Berlakovich.

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