BZÖ-Grosz: Umweltzonen werden keine Veränderung der Feinstaubbelastung bewirken!

Betroffene Kraftfahrzeuge sind an einer Hand abzuzählen - BZÖ beharrt auf Feinstaubpaket

Graz (OTS) - Die Diskussion rund um die Umweltzonen in Graz erinnerten ihn ans "Hornberger Schießen", so der steirische BZÖ-Chef und Grazer Gemeinderat Abg. Gerald Grosz am Freitag. "Jene Uralt-Kraftfahrzeuge, die von einer Umweltzone betroffen wären, sind an einer Hand abzuzählen. Die Wirkung einer Umweltzone ist daher minimal und wird die Feinstaubbelastung in Graz nicht bekämpfen. Diese Placebodiskussion geht an der Realität jener Bereiche vorbei, die für die hohe Feinstaubbelastung in Graz tatsächlich verantwortlich sind. Es ist eigentlich egal, ob Bürgermeister Nagl mit der Landesregierung eine Umweltzone einrichtet oder nicht. Es wird sich am Problem nichts ändern", warnt Grosz.

"Eine Umweltzone bewirkt keine Änderung der Industrieabgase, eine Umweltzone ändert nichts am hohen Feinstaubanteil der Heizungsanlagen. Das BZÖ ist daher für die konsequente Umsetzung des 12-Punkte Paketes, welche die Stadtregierung in Graz im Alleingang umsetzen könnte. Da brauchen wir keine gescheitere Bundes- oder Landesregierung dazu. Das Heft des Handelns hätten wir selbst in der Hand!", so Grosz.

Die 12 Punkte des BZÖ-Maßnahmenpakets könne die Stadt Graz selbst schrittweise in die Realität umsetzen:

Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Graz zum Nulltarif an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung

Der derzeitige Fernwärmeanteil unter den Grazer Haushalten von 38 Prozent soll bis 2016 auf 60 Prozent gesteigert werden

Der Zuschuss seitens der Stadt Graz zur Installierung einer Solaranlage soll von dzt. 100 Euro pro Quadratmeter auf 200 Euro verdoppelt werden

Städtisches Förderpaket zur thermischen Sanierung privater Haushalte (zusätzlich zu den Förderungsmaßnahmen des Landes)

Mit einer groß angelegten Sanierungsoffensive der städtischen Wohnbauten soll eine Verbesserung der Gebäudedämmung erreicht werden

Verbot der Neuerrichtung von Kohleheizungen

Nötige Bauarbeiten auf dem Stadtgebiet (Baustellen) sollen so emissionsarm wie möglich durchgeführt werden. Gespräche mit der Bauwirtschaft sind aufzunehmen

Weitere Forcierung des Radverkehrsangebotes in Graz

Weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Graz

Verpflichtender Einbau von Dieselpartikelfilter in schadstoffreiche Kraftfahrzeuge (PKW, Busse und LKW). Förderung durch Stadt und Land

Verpflichtung zum Einbau modernster Filteranlagen für Industriebetriebe und die Fernheizkraftwerke im Großraum Graz

Schutz des Grazer Grüngürtels und der Grünflächen rund um Graz vor der Verbauung durch eine Änderung der Flächenwidmungspläne in Graz

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