BIO AUSTRIA: Bio-Spitzenposition Österreichs weiter stärken

Obmann Vierbauch erwartet sich Ausbau im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik.

Wien (OTS) - Mehr als 21.500 Biobäuerinnen und Biobauern bewirtschaften bereits annähernd 550.000 Hektar der heimischen landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch. Mit einem Bio-Anteil von rund 20 Prozent ist Österreich damit weltweit Spitzenreiter in der biologischen Landbewirtschaftung. Entscheidend dazu beigetragen hat die Politik des Lebensministeriums mit der Abgeltung der Leistungen der Biobäuerinnen und -bauern im Rahmen der Programme für Ländliche Entwicklung. "Ich erwarte mir, dass Österreich diesen erfolgreichen Weg in der Folgeperiode 2014-2020 fortsetzt und konsequent ausbaut", so BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch.

"Der biologische Landbau hat bewiesen", - wie es im Programm der österreichischen Bundesregierung steht -, "dass produktive, umweltschonende und marktorientierte Bewirtschaftung gleichzeitig möglich ist." Durch die Prinzipien der Bio-Landwirtschaft (Kreislaufwirtschaft, biologische Schädlingsbekämpfung, artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger sowie Gentechnik) wird die Gesamtproduktivität von Lebensmitteln und öffentlichen Gütern maximiert. "Der fruchtbare Boden kann so für zukünftige Generationen erhalten, das Klima durch den Verzicht auf synthetischen Stickstoffdünger geschützt werden", so Vierbauch unter Bezug auf die aktuellen Herausforderungen.

Die derzeit laufenden Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU werden über den Rechtsrahmen für die österreichische Ausgestaltung entscheiden. "BIO AUSTRIA fordert von der EU-Kommission sowohl hinsichtlich der Finanzierung als auch der inhaltlichen Vorgaben Rückenwind für ambitionierte Agrar-Umweltprogramme wie dem österreichischen ÖPUL", so Vierbauch. "Nur über ein "Greening" der Direktzahlungen kann das gesteckte Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft nicht erreicht werden, dazu braucht es starke Agrar-Umweltprogramme. Die Bio-Landwirtschaft sollte als Leitbild dienen und die Speerspitze bilden", so Vierbauch weiter.

Die Art und Weise, wie sich landwirtschaftliche Praktiken in Zukunft entwickeln werden, gehört zu den zentralen Fragen unseres Lebens. Neben der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln müssen öffentliche Güter wie sauberes Wasser, Artenvielfalt und Landschaft zur Verfügung gestellt und nachhaltig abgesichert werden. "Im Zentrum einer zukunftsfähigen Landwirtschaft muss der Schutz des fruchtbaren Bodens stehen. Der weltweite Verlust an Boden und Bodenfruchtbarkeit ist enorm. Setzt sich dieser Trend ungebremst fort, sind Ernährungs-und soziale Sicherheit in höchstem Maße gefährdet", so Rudi Vierbauch abschließend.

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