FFG: Forschung wirkt.

Der Klang der Innovation

Wien (OTS) - Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG gleicht sieben Jahre nach ihrer Gründung einem wohlsortierten, gehobenen "Förder-Supermarkt" und ist zu einem One-Stop-Shop für die Forschung in Österreich geworden. Gut abgestimmt auf den KundInnenkreis - von innovativen Kleinbetrieben bis zur Spitzenforschung auf Weltklasseniveau - ist das Portfolio zielgruppenspezifisch ausdifferenziert und dementsprechend wertvoll und treffsicher in seiner Wirkung. Trotz der aktuellen Wirtschaftswachstumsprognosen und notwendig gewordener Konsolidierungsmaßnahmen werden das Kerngeschäft und die Planungen der FFG weiter auf Kurs bleiben und umgesetzt werden können.

  • FFG investiert an der richtigen Schnittstelle im Forschungskonzert
  • Förderinstrumente auf ein besseres Zusammenspiel eingestimmt
  • Alle Unterlagen sind auch elektronisch unter www.ffg.at/bilanz2011 verfügbar.

Effektivität und Effizienz erhöhen

"Geld ist mit Sicherheit immer das Thema der FFG. Auf der anderen Seite geht es eindeutig darum, wie wir die Instrumente und Mittel, die wir zur Verfügung haben, bestmöglich kanalisieren, bündeln, einfach an die KundInnen bringen können und auch attraktiv für die Forschung halten.", so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG anlässlich der Bilanzpressekonferenz Ende März in Wien.

Demnach stand das FFG-Jahr 2011 ganz im Sinne der Bündelung und Weiterentwicklung des Angebots der Förderagentur. "Unsere KundInnen sollen ihre Kraft nicht in die Anträge stecken, sondern in ihre Forschungsleistung. Das ist unser Ziel. In Summe muss man sich anschauen, wie man die Instrumente und die Gelder dorthin bekommt, wo der Schuh am meisten drückt.", konkretisiert Henrietta Egerth. "Für eine Forschungsförderungsgesellschaft ist es natürlich auch immer entscheidend, dass man in einem Berichtszeitraum neue Impulse setzen kann, neben der Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des Portfolios, das ja auch Kontinuität braucht.", führt Klaus Pseiner weiter aus. Letztes Jahr konnte die FFG mit der Produktionstechnologie ein völlig neues Arbeitsgebiet erschließen. "Das war in der Zeit nach der Krise genau die richtige Antwort auf die Schwierigkeiten der Unternehmen.", sehen die Geschäftsführer den Kurs der FFG bestätigt, gehe es ja auch darum, "dass wir unsere Interventionen, unsere Investitionen nahe an die Produktionsstandorte in Österreich heranbringen und damit Arbeitsplätze hier vor Ort und in der Produktion sichern können.".

Neuer Schwerpunkt intelligente Produktion

Rund 50 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung werden von der heimischen Sachgüterindustrie pro Jahr erwirtschaftet, etwa 640.000 Beschäftigte sind in diesem Segment tätig. Die Herstellung von international konkurrenzfähigen Produkten ist besonders wichtig, um nachhaltig Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern. Um hier punkten zu können, ist es notwendig, die Produktion effizienter zu gestalten. Gleichzeitig müssen Forschung und Industrie Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimaschutz liefern. Leistungsfähige, ressourceneffiziente und innovative Prozesse und Produktionssysteme stehen daher im Mittelpunkt des 2011 eingeführten Forschungsschwerpunkts "Intelligente Produktion", den die FFG im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie über die FFG abwickelt. Rund 14 Millionen Euro wurden für den Schwerpunkt "Intelligente Produktion" zur Verfügung gestellt, je zur Hälfte im Rahmen der Basisprogramme und einer themenspezifischen Ausschreibung. Allein in der themenspezifischen Ausschreibung wurden im vergangenen Jahr 115 Projekte eingereicht. Für 2012 wird das Budget nochmals deutlich aufgestockt werden.

Fokus auf KMU

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) spielen nicht nur eine zentrale Rolle in der österreichischen Wirtschaft, sie sind auch eine wichtige Zielgruppe für die Förderungen der FFG. Im Jahr 2011 haben 1.509 KMU ein FFG-gefördertes Projekt durchgeführt oder an einem teilgenommen. Insgesamt wurden 127 Millionen Euro an Gesamtförderung an KMU zugesagt, das entspricht einem Barwert von 99 Millionen Euro. Rund 300.000 KMU bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft.

Anfang 2011 hat die FFG ihr Förderangebot für KMU mit dem so genannten "KMU-Paket" die speziellen Angebote für Kleine und Mittlere Unternehmen erweitert. Es umfasst seit 2011 neben dem Innovationsscheck (5.000 Euro für die Leistung eines externen Forschungspartners) drei weitere Säulen: Das Förderprogramm "Projektstart", das die Vorbereitung von Forschungsprojekten unterstützt, das Programm "Feasibility Studies" (Machbarkeitsstudien), für das ab sofort höhere Obergrenzen gelten, und die Förderung einer externen Managementunterstützung ("Forschungscoach") für Projekte. Ebenfalls 2011 wurde der "Innovationsscheck Plus" durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend gestartet, der eine höhere Fördersumme bei einem 20-prozentigen Selbstbehalt vorsieht (gesamt maximal 12.500,- Euro inklusive Selbstbehalt). Damit können Unternehmen Leistungen von Forschungseinrichtungen (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Universitäten) zukaufen. Und mit dem ebenfalls 2011 gestarteten Programm "Projektstart EU" unterstützt die FFG die Vorbereitung von Projektanträgen im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm durch KMU.

Rückfluss aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm gesteigert

Kleinen und Mittleren Unternehmen kommt auch im 7. EU-Forschungsrahmen-programm eine besondere Rolle zu. Das Ziel, mindestens 15 Prozent der Fördergelder aus den thematischen Bereichen (Programm "Zusammenarbeit") für die Beteiligung Kleiner und Mittlerer Unternehmen zu verwenden, wurde im EU-Durchschnitt erreicht, von Österreich mit rund 22 Prozent sogar deutlich übertroffen.

Trotz einer laut letztem PROVISO-Bericht (November 2011) durchschnittlichen Bewilligungsquote von rund 17% konnte 2011 die erfolgreiche österreichische Beteiligung im 7. RP weiter gefestigt werden. Derzeit sind 2.095 österreichische Organisationen in 1.508 bewilligten Projekten beteiligt. Die Rückflussrate gemessen am EU-Haushalt beträgt 128%.

Headquarter neu ausgerichtet

Der Auf- und Ausbau von Forschungs- und Entwicklungskompetenzen und die Ansiedlung von Forschungszentralen in Österreich ist Ziel des seit 2004 laufenden Programmes "Headquarter". Rund 150 Millionen Euro wurden seither in Projekte investiert. Nach einer Evaluierung des Programmes durch Technopolis wurde es im Jahr 2011 einem Redesign unterzogen und als "Competence Headquarter" neu ausgerichtet. Die Schwerpunkte liegen nunmehr einerseits in der Stärkung und dem Ausbau bestehender Competence Headquarters durch die Vernetzung mit österreichischen Forschungseinrichtungen, andererseits auf der Ansiedlung neuer Competence Headquarters in Österreich. Gefördert werden mehrjährige Projekte (maximal 3 Jahre) im Bereich der experimentellen Entwicklung von KMU und Großunternehmen. Mittel- bzw. langfristig soll mit dem Förderinstrument Competence Headquarters eine Verankerung des Forschungsstandorts von international agierenden Unternehmen (österreichische und internationale) in der heimischen Wirtschaft erzielt werden. Strukturelle Vorteile sollen durch die längerfristige Kooperation mit österreichischen Forschungseinrichtungen erreicht werden.

Humanpotenzial: Talente und Forschungskompetenzen

Unternehmen können Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung nur mit geeignetem, gut ausgebildetem Personal erzielen. Junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, den Know-how-Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft zu gewährleisten und Kompetenzen aufzubauen, ist daher eine zentrale Herausforderung in der Forschung. Mit einer Reihe von Angeboten unterstützt die FFG daher den Erwerb und die Nutzung des "Rohstoffes Wissen".

Mit Anfang 2011 hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie seine Angebote unter dem Namen "Talente" gebündelt und neu ausgerichtet. Das Talente-Programm umfasst die Bereiche "Talente entdecken" (Förderung des Nachwuchses), "Talente nützen" (Chancengleichheit in der Forschung) und "Talente finden" (Arbeitsplätze für Forscherinnen und Forscher). Lust auf Naturwissenschaft und Technik sollen seit 2008 die geförderten Talente-Praktika für Schülerinnen und Schüler machen.

Mit dem neuen Programm "Forschungskompetenzen für die Wirtschaft" des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend werden Unternehmen (primär Kleine und Mittlere Unternehmen) im systematischen Aufbau und in der Höherqualifizierung ihres vorhandenen Forschungs- und Innovationspersonals unterstützt.

Darüber hinaus sollen unternehmensrelevante Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen verankert und die Mobilität erhöht werden. Im Rahmen von Qualifizierungsseminaren soll Unternehmen der Einstieg in neue Technologiefelder ermöglicht werden, Qualifizierungsnetze wiederum bieten die Möglichkeit, durch mittelfristige, maßgeschneiderte Kooperationen mit Universitäten oder Fachhochschulen, die Innovationskompetenz auszubauen.

Pilotinitiative: vorkommerzielle Beschaffung

2011 wurde erstmals das Thema "vorkommerzielle Beschaffung" ins Portfolio der FFG übernommen. Für Bereiche wie öffentliche Infrastrukturprojekte sollen zusätzliche Optionen angeboten werden.

So prüft die FFG in der Pilotinitiative "Verkehrsinfrastrukturforschung (VIF2011)" im Auftrag von BMVIT, ASFINAG, ÖBB aktuell, wie gut sich das viel diskutierte Instrument des sogenannten "pre-commercial procurement" als Innovationsmotor eignet. Dabei agiert die öffentliche Hand nicht als Subventions-, sondern als Auftraggeber und "bestellt" quasi vorkommerzielle Innovationen, die der Lösung eines gesellschaftsrelevanten Problems dienen.

Der Klang der Innovation

"Forschung, Entwicklung und Innovation zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren für Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswachstum und damit auch für Arbeitsplätze und Wohlstand. Das gilt insbesondere für Industrienationen wie die europäischen Länder. Sie können in Konkurrenz zu Ländern mit niedrigem Lohnniveau nur mit einer wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich sein und dies auch künftig bleiben. Zugleich tragen Forschung, Entwicklung und Innovation dazu bei, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu lösen.

Österreich ist auf einem guten Kurs und konnte in den letzten Jahren im internationalen Konzert deutlich positionieren. Eine Reihe von Unternehmen hat sich als Technologie- oder Marktführer erfolgreich am Weltmarkt etabliert. Aus unserer Fördertätigkeit wissen wir, dass viele österreichische Unternehmen - kleine, mittlere und große - mit hoher Kreativität neue Dienstleistungen und Produkte entwickeln und so ein wichtiger Treiber von Wachstum und Beschäftigung vor allem im Hochtechnologiebereich sind. Mit verschiedenen Instrumenten und Services zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation ist und bleibt die FFG auch in Zukunft dabei ein starker Partner.", so die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner abschließend.

Alle Unterlagen sind auch elektronisch unter www.ffg.at/bilanz2011 verfügbar.

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