Jakob Auer: Landwirtschaft braucht Engagement für faire Leistungsabgeltung!

Heutige Demonstration von NGOs und Grünen findet eindeutig im falschen Land statt

Wien (OTS) - Nachhaltige Produktion ist seit Jahrzehnten gelebte Praxis auf unseren Höfen und wird von der heimischen Agrarpolitik seit Jahrzehnten massiv unterstützt. Hierzulande haben wir ein nahezu flächendeckendes Umweltprogramm und eines der effizientesten Bergbauernprogramme in der EU. "Die Anliegen der Demonstranten in Ehren, aber diese Demonstration findet im falschen Land statt", sagte heute, Freitag, Bauernbundpräsident Abg. Jakob Auer zum "agrarpolitischen Frühling" einiger NGOs und der Grünen. Unterstützung gibt es von Jakob Auer für die Forderung nach ausreichender Finanzierung der heimischen Landwirtschaft. "Hier ist es gut und zielführend, wenn alle Österreicherinnen und Österreicher an einem Strang ziehen", so der Bauernbundpräsident.

Die heimische Agrarpolitik und allen voran der Österreichische Bauernbund setzt sich seit Jahrzehnten für eine bäuerliche, nachhaltige, flächendeckende und wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Österreich ein. Die Zahlen des Grünen Berichts und der unabhängigen Evaluierungen der heimischen Agrarpolitik sprechen hierbei eine eindeutige Sprache:

  • Bereits heute werden mehr als ein Drittel der Agrarzahlungen in Umwelt, Tierschutz- und Bergbauernagenden investiert.
  • Österreich ist europaweit Spitze im Biolandbau. Rund 28 Prozent der Gesamtmittel gehen in den Biolandbau. "Dafür werden wir international anerkannt und wir werden diesen Erfolgsweg auch konsequent weitergehen", versichert Auer.
  • Der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden ist im europäischen Vergleich ausgesprochen niedrig. So liegt zum Beispiel die N-Bilanz/ha mit 44kg weit unter dem OECD-Schnitt.
  • Durch bodenschonende Maßnahmen werden pro Jahr 800.000t wertvoller Humus vor Erosion geschützt; Der Humusgehalt der heimischen Böden ist in den letzten 15 Jahren sogar gestiegen und liegt heute um 10 bis 20 Prozent höher als in den 90er Jahren.
  • Landwirtschaft hat auch im Bereich Klimaschutz einen Beitrag geleistet und hat die Emissionen seit dem Beginn der Kyoto-Verpflichtung um 10,8 Prozent gesenkt. Damit ist die Landwirtschaft als einziger Sektor der Wirtschaft auf dem Kyoto-Zielpfad.

"Alle diese Leistungen der Landwirtschaft kosten Geld. Wenn unsere Gesellschaft weiterhin eine naturnahe, ökologische Landwirtschaft will, müssen wir alle dafür sorgen, dass die von den Landwirten produzierten Ökosystemleistungen auch weiterhin honoriert werden", erwartet Auer ein geschlossenes Engagement aller Verantwortungsträger und Gruppierungen, um die Mittel aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auch in Zukunft sicherzustellen. Jede Kürzung der Agrarzahlungen schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und verstärkt den Strukturwandel. "Das wäre dann ein reeller Grund, auf die Straße zu gehen", weist Auer Anschuldigungen und Polemiken auf die heimische Agrarpolitik auf das Schärfste zurück. "Polemik und vor Szenarien zu warnen, die für unsere Land einfach nicht zutreffen, bringen uns bei den anstehenden Herausforderungen nicht weiter. Nun ist Sachlichkeit aber auch Einigkeit - vor allem auch gegenüber Brüssel - gefragt."
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