Wehsely: Wiener Spitalskonzept sichert Gesundheitsversorgung für alle!

Wiens Gesundheits- und Sozialstadträtin im "Team Talk"

Wien (OTS/SPW) - "Soziales und Gesundheit sind Politikbereiche, wo man nie 'fertig' wird, sondern wo sich ständig neue Herausforderungen ergeben, die Gesellschaft sich weiterentwickelt und neue Krankheitsbilder auftreten können", betonte die Wiener Sozial- und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely am Donnerstagabend im Rahmen des "Team Talk" des "Team für Wien" im Wiener Ringturm. In Wien sei es selbstverständlich, dass die Leistungen des Gesundheitssystems unabhängig von Einkommen und Alter allen Menschen zugänglich sind. "Das mag in Wien/Österreich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Was in Wien selbstverständlich ist, muss Tag für Tag neu erarbeitet werden!", strich Wehsely hervor.****

Die Erhaltung dieses generellen Zugangs sei der wesentliche Punkt der Wiener Gesundheitspolitik, so Wehsely. Wie wichtig dieser Bereich sei, lasse sich auch an den Dimensionen des Wiener Gesundheitssystems erkennen: Der Wiener Krankenanstaltenverbund beschäftige mehr als 30.000 MitarbeiterInnen. 400.000 PatientInnen würden im Jahr stationär behandelt, mehr als drei Millionen ambulant betreut, erläuterte Wehsely. Jetzt komme es darauf an, dieses System auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten - die Stadträtin nannte vor allem demografische Veränderungen: 2030 werde Wien die jüngste Stadt Österreichs sein, aber auch die meisten Menschen über 85 Jahre zählen. "Eine vorrausschauende Gesundheitspolitik muss das System rechtzeitig 'fit' machen, gerade weil der medizinische Fortschritt so schnelllebig und mit großem Mitteleinsatz verbunden ist."

Aus sozialdemokratischer Sicht komme es daher darauf an, das System so zu gestalten, "dass von der Putzfrau bis zum Generaldirektor jeder weiter dieselbe Leistung bekommt". Dies stelle eine große Herausforderung dar: Rund 23 Prozent des Wiener Budgets, so Wehsely, fließe in den Bereich Gesundheit und Soziales, während andere europäische Städte nur auf 18 Prozent kommen würden. "Das Budget ist in Zahlen gegossene Politik. Wir entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird", unterstrich die Stadträtin.

Das Wiener Spitalskonzept 2030 sei der wesentliche Eckpfeiler, um das Gesundheitssystem in die Zukunft zu führen, betonte Wehsely: 12 Standorte werden auf sieben Spitalsorganisationen konzentriert. "Wir werden noch stärker spezialisierte Zentren bilden. Diese Schwerpunktsetzung schafft mehr Qualität bei den Leistungen, und es werden Mittel frei, die derzeit in alte Strukturen fließen." Das Kaiserin-Elisabeth-Spital werde daher in einem ersten Schritt in andere Spitäler übersiedeln, und wir werden am bisherigen Standort ein Pflegewohnhaus errichten", so Wehsely.

Gerade im Pflegebereich würden in den nächsten Jahrzehnten mehr Kapazitäten notwendig sein, ging Wehsely auf die Geriatriereform ein. Bis 2015 wird die Pflegelandschaft in Wien neu gestaltet: "Häuser wie das Geriatriezentrum am Wienerwald werden nicht mehr betrieben, stattdessen haben wir uns entschlossen 10 neue Pflegewohnhäuser zu errichten - mit der gleichen pflegerischen Qualität, einer höheren Wohnqualität und weniger Betriebskosten. So garantieren wir, dass das System für alle Menschen offenbleibt!"

Abschließend stellte Wehsely klar, dass das Gesundheitssystem im Eigentum der Kommune bleiben müsse: "Wir greifen steuernd in diese Richtung ein. Ein öffentliches Gesundheitssystem ist der Garant dafür, dass die Einrichtungen effizient geführt werden, weil mit dem Geld der Steuer- und BeitragszahlerInnen verantwortungsvoll umgegangen wird." Auf der einen Seite trage Politik eine Verantwortung über den nächsten Wahltag hinaus, auf der anderen Seite erwarten sich die Menschen auch, dass die Politik diese Verantwortung übernimmt. Aufgrund der in Angriff genommen Reformen könne Wien jedenfalls garantieren, dass Pflege und Gesundheitswesen für die nächsten Jahrzehnte finanzierbar bleiben, so Wehsely. (Schluss) tr

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