Wlodkowski: "Nur-dagegen-sein" ist kein agrarpolitisches Programm

Alternative Markt-Experimente: Negative Ergebnisse für Bauern

Wien (OTS) - "Unsere Landwirtschaft ist in ganz Europa
vorbildhaft: Wir haben den höchsten Biobauern-Anteil, bei uns nehmen mehr als 80% der Bauern am Umweltprogramm teil, wir geben mehr für Bergbauern und Umwelt aus als alle vergleichbaren Länder in der EU und Österreich hat lange vor dem EU-Beitritt den ökosozialen Weg der Agrarpolitik umgesetzt. Wir lassen uns daher von extremen Gruppen die Arbeit unserer bäuerlichen Familien, unsere Landwirtschaft insgesamt, nicht schlecht machen. Nur-dagegen-sein ist kein agrarpolitisches Programm. Wohin dieser Irrweg führen kann, zeigen sogenannte alternative Marktexperimente: Es gibt durch die Bank nur negative Ergebnisse für die Bauern. So eine Agrarpolitik braucht niemand, schon gar nicht unsere Bäuerinnen und Bauern", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, fest.

Kämpfen mit voller Kraft für optimale Bedingungen

"Auch wenn es sich bis zum einen oder anderen Aktivisten noch nicht durchgesprochen hat: Die Regeln für die europäische und somit auch österreichische Agrarpolitik werden in Brüssel gemacht. Unsere Vertreter, der Landwirtschaftsminister, die EU-Parlamentarier und die Interessenvertretung, kämpfen seit Monaten in den zuständigen Gremien mit voller Kraft für die neuen Regeln, die ab 2014 in Kraft treten sollen. Noch sind gewaltige Hürden zu nehmen und nicht alles, was auf der Wunschliste steht, wird erreichbar sein. Doch wir wollen ein Agrarbudget und Regelungen erreichen, die es möglich machen, die nachhaltige heimische Agrarpolitik weiterzuführen. Österreich darf außerdem nicht für seine Umwelt-Vorreiterrolle bestraft werden. Auch der Bereich Ländliche Entwicklung darf nicht ausgehungert werden und Bauern, die produzieren wollen, müssen entsprechende Chancen erhalten", so Wlodkowski weiter.

Geld nicht aus Landwirtschaft abziehen

"Wir werden alles tun um zu verhindern, dass Geld aus der Landwirtschaft abgezogen wird. Es gibt intensive Bestrebungen von landwirtschaftsfernen Gruppen und Vereinigungen, große Summen aus dem Agrarbudget abzuziehen. Dabei ist ihnen jedes noch so falsche Argument recht. Es handelt sich dabei meist um städtisch organisierte, parteipolitisch eindeutig ausgerichtete Organisationen, die Agrargelder für ihre eigenen Projekte verwenden wollen, die aber mit den Bäuerinnen und Bauern absolut nichts zu tun haben. Wir wollen, dass das Agrarbudget für die Landwirtschaft und so für die gesamten ländlichen Regionen zur Verfügung steht und nicht für parteipolitisch punzierte Projekte verwendet und so den Bauern weggenommen wird. Die Landwirtschaft ist der Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im ländlichen Raum. Sie sichert zehntausende Arbeitsplätze, sie treibt die regionale Wirtschaft durch ihre Investitionen an und sie hält das vielfältige Leben in der Dorfgemeinschaft aufrecht. Daher wollen wir nicht, dass das Agrarbudget in außerlandwirtschaftliche Bereiche umgeleitet wird", erklärte Wlodkowski abschließend.
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