Erneut Schülerdemo gegen Garage Geblergasse: Wir geben nicht auf!

SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern bekräftigen ihren Widerstand und fordern Plenum mit allen Betroffenen ein

Wien (OTS) - Auch von starkem Regen ließen sich die Schüler des Gymnasiums Geblergasse nicht abhalten, erneut gegen die Zerstörung ihres Schulhofes durch die umstrittene Wohnsammelgarage zu protestieren. "Seit 2009 haben wir Unterlagen über die Dauer der Bauzeit, die Staub- und Lärmbelastung, den Brandschutz und die Sicherheit der Schüler eingefordert", klagt Anna-Maria Fürnsinn, eine betroffene Mutter. Seit 12. März liegt nun der Baubescheid vor, obwohl immer noch kein einziges Gespräch mit den Betroffenen stattgefunden hat, in dem auf deren Fragen eingegangen wurde. Auch konkrete Pläne und schriftliche Informationen werden weiterhin unter Verschluss gehalten. "Wie laut sollen wir denn noch schreien, damit man uns endlich anhört?", fragen die Hunderten Eltern, Lehrer und Schüler, die nunmehr das dritte Jahr gegen die Garage und für ihr Recht auf demokratiepolitische Einbindung kämpfen. Sie fordern die sofortige Einberufung eines Plenums mit der Baufirma HH59 und der Bundesimmobilienverwaltung BIG ein.

Im Zuge der Diskussion kommen indessen erstaunliche Planungs- und Sicherheitsmängel ans Licht. So ist die Haftung für Unfälle ebenso ungeklärt, wie der Fluchtweg der Schüler im Falle eines Brandes. "Der schmale Fluchtweg könnte im Fall der Fälle eine Massenpanik unter den Schülern auslösen! Von Baubeginn 19. Juni bis 15. Oktober gibt es derzeit keine geregelte Fluchtwegführung." So äußerten sich besorgte Elternvertreter auf einer sehr emotional geführten Versammlung am Montag. Auch die Schulwegsicherheit für rund 2.000 Schülerinnen und Schüler inklusive Nachbarschulen ist derzeit nicht geregelt: Es ist immer noch nicht klar, wie die SchülerInnen gefahrlos an 60 LKWs pro Tag vorbeikommen sollen, die ihren Schulweg blockieren.

Am 19. Juni sollen nun die Bagger kommen und die ersten Bäume des Schulhofes fallen, obwohl wesentliche Zusagen der Baufirma HH59, des Stadtschulrats für Wien und der BIG nicht eingehalten wurden, und obwohl die neue Parksituation im Bezirk den Garagenbau obsolet gemacht hat. "Es gibt nach wie vor ein öffentliches Interesse, das ist richtig - aber jenes auf optimale Bildungschancen und Bildungsbedingungen, auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Kinder!", kommentiert Klaus Zambra, Sprecher der Bürgerinitiative den Spagat zwischen Verkehrspolitik und Bildung.

Die Bürgerinitiative fordert aus dreierlei Gründen den sofortigen Planungstopp für die Garage im Schulhof: "Erstens konnte die Bezirksvorstehung erfolgreich drei alternative Garagenstandorte in Hernals finden, die viel unproblematischer zu realisieren sind, als der Standort Geblergasse. Zweitens wird laut einer aktuellen Studie der Stadt Wien der Parkdruck nach Einführung des Parkpickerls um 25 bis 30 Prozent reduziert. Drittens sind die nicht geklärten Sicherheitsfragen für die Schüler und deren besorgte Eltern unzumutbar", fasst Zambra von der Bürgerinitiative abschließend zusammen.

Fotos der Demo vom 29. März können unter Tel. 0676/83488203 bestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Klaus Zambra, Elternvereinsvertreter, Tel. 0664/60259 111 22
Karin Prauhart, Vertreterin der BI "Rettet den Schulhof des GRG 17", Tel. 0699/1111 7465

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