Hundetraining soll künftig gewaltfrei sein

VIER PFOTEN begrüßt Aufwertung des Tierschutzes in der neuen Hundeausbildungsverordnung

Wien (OTS) - Die neue Hundeausbildungsverordnung, die mit 1.4.2012 in Kraft tritt, ist laut VIER PFOTEN ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung der Hundeausbildung. Besonders positiv hervorzuheben sei der Schwerpunkt auf Tierschutzrecht und ein tierschutzkonformer Umgang mit Hunden.

Um das Gütesiegel "tierschutzqualifizierte(r) HundetrainerIn" zu erlangen, müssen sich alle AnwärterInnen derselben Prüfungskommission stellen. Die Inhalte der Ausbildung umfassen auch tierpsychologische Aspekte sowie artgerechte Haltung und Mensch-Tier-Beziehung.

"Nach wie vor müssen viele Hunde noch Strafreize, Unterwerfungen nach dem Rangordnungsprinzip und Dominanzgesten über sich ergehen lassen", erklärt Helmut Dungler, CEO und Gründer von VIER PFOTEN. Methoden, die schon längst der Vergangenheit angehören sollten, wie genügend wissenschaftliche Studien zeigten. Trainingshilfsmittel wie Sprühhalsband, Erziehungsgeschirr und Elektroschockgeräte würden nach wie vor verwendet. Psychische und physische Strafen seien für Hunde jedoch meist kaum nachvollziehbar. Die Folge sei, dass sie entweder in so genannter 'erlernter Hilflosigkeit' verharren, um Bestrafung zu vermeiden, oder sich zur Wehr setzen.

VIER PFOTEN appelliert an das zuständige Gesundheitsministerium, die Verordnung auch in der Praxis zu vollziehen. "Ob letztendlich tatsächlich die Gewaltfreiheit in der Hundeausbildung siegen wird oder die Verordnung wegen mangelnder Umsetzung wertlos ist, liegt in der Hand der Prüfungsinstanzen", so Dungler abschließend.

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