BWB fordert Mineralölkonzerne zur Stellungnahme auf

Wien (OTS) - Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) prüft derzeit mehrere Beschwerden am Treibstoffsektor auf gerichtsfeste Beweise. Die Mineralölkonzerne werden zu einer Stellungnahme aufgrund der gegenüber der BWB geäußerten Vorwürfe aufgefordert. Sollten sich Unregelmäßigkeiten feststellen lassen, wird die BWB alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

Von der BWB werden derzeit Beschwerden auf wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen und abgestimmte Verhaltensweisen sowie Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung analysiert und auf Stichhaltigkeit geprüft.

"Die Preisgestaltung der Mineralölkonzerne ist nicht nachvollziehbar" sagt Dr. Theo Thanner, Generaldirektor der BWB und fordert die Mineralölkonzerne zu einer Stellungnahme auf. "Bei Unregelmäßigkeiten wird die BWB alle rechtlichen Möglichkeiten im Sinne der Konsumenten ausschöpfen".

Preisabsprachen am Treibstoffmarkt stehen seit Jahren im Focus von Untersuchungen der BWB. Ausführliche Marktstudien zur Treibstoffpreisentwicklung an Tankstellen wurden bereits durchgeführt. Bisher konnten keine gerichtsfesten Beweise auf Preisabsprachen festgestellt werden.

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB)

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wurde am 1. Juli 2002 als unabhängige, weisungsfreie Aufgriffs-, Ermittlungs- und Antragsbehörde in Wettbewerbsangelegenheiten gegründet. Aufgabe der BWB ist es, einen freien und fairen Wettbewerb sicherzustellen. Die Leitung der BWB obliegt dem Generaldirektor für Wettbewerb, Dr. Theodor Thanner. Derzeit beschäftigt die BWB 33 Mitarbeiter, wobei 21 davon als "Casehandler" (Fallbearbeiter) im Einsatz sind. Informationen: www.bwb.gv.at

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