Wiener Charta: Alle machen mit

Wien (OTS) - Was stört die Wienerinnen und Wiener im Zusammenleben in Wien? Was könnte besser laufen? Welche Themen die Menschen in der Stadt am meisten beschäftigen, wird noch bis Sonntag, 1. April Mitternacht, gesammelt. Dabei beteiligen sich neben unzähligen Privatpersonen von zu Hause aus auch BewohnerInnen von Pensionistenwohnhäusern oder Jugendliche in Jugendzentren.

In den nächsten Tagen werden noch beim Stand des Bürgerdienstes auf der Seniorenmesse Senior aktuell, die noch bis 30. März in der Wiener Stadthalle stattfindet, und am Samstag, 31. März zwischen 11.00 und 13.00 Uhr auf dem Wiener Yppenplatz Themen gesammelt. Und selbstverständlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, per Telefon oder per E-Mail Themen einzureichen (Tel.: 01 4000-81561; Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr; www.charta.wien.at).

BewohnerInnen des Pensionstenwohnhauses Haidehof reichen Themen ein

Bewohnerinnen und Bewohner des Pensionisten-Wohnhauses Haidehof in Wien-Simmering beteiligen sich ebenfalls rege an der Diskussion rund um die Wiener Charta. Die Themen, die sie dabei am meisten interessierten, waren: das respektvolle Zusammenleben zwischen Alt und Jung und den unterschiedlichen Kulturen in Wien sowie die Verschmutzung der Straßen. Ganz konkret wurde bemängelt, dass Raucherinnen und Raucher die Zigarettenstummeln bei der Busstation nicht im dafür vorgesehenen Müllbehälter, sondern einfach auf dem Boden ausdämpfen.

Ein weiteres Thema für die 12 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde war der fehlende Austausch zwischen Jung und Alt. Denn oft wären Vorbehalte da, die sich leicht ausräumen lassen, wenn man miteinander spricht. Daher regten die Damen und Herren an, Gespräche mit Jugendlichen, etwa der nahe liegenden Schule, zu initiieren.

Hervorgehoben wurde, dass die Busfahrer der Buslinien, die das Pensionisten-Wohnhaus der Stadt Wien in der Rzehakgasse anfahren, sehr höflich und hilfsbereit wären. In den öffentlichen Verkehrsmitteln sind es vor allem die ausländischen Jugendlichen, die eher aufstehen und Platz machen. Sie sind auch sehr behilflich, wenn man auf der Straße Hilfe benötigt. Die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren erklärten sich dies damit, dass die älteren Generationen in anderen Ländern oft mehr wertgeschätzt werden, als bei uns. Es wurde aber auch über ältere Personen gesprochen, die sich nicht bedanken, wenn jemand in der Straßenbahn Platz macht.

Kritisiert wurde auch das Verhalten von Radfahrerinnen und Radfahrern am Gehsteig, durch die sich die älteren Personen gefährdet fühlen.

Die Wiener Charta

Die Wiener Charta ist ein BürgerInnenbeteiligungsprojekt der Stadt Wien. In unterschiedlichen Phasen sind Wienerinnen und Wiener eingeladen, zu definieren, wie sie sich die Eckpunkte des Zusammenlebens in der Stadt zukünftig vorstellen. Dabei geht es nicht um Wünsche an die Verwaltung oder die Politik sondern darum, was jedeR selbst bereit ist zu tun und was man von den jeweils anderen erwartet.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Tagen werden diese Themen von einem unabhängigen Beirat in Themenblöcken zusammengeführt. Dazu wird es zwischen Mitte April und Mitte Oktober eine intensive Auseinandersetzung im Rahmen vieler Gesprächsrunden, der sogenannten Charta-Gespräche, geben. Diese bilden das Herzstück der Wiener Charta, denn hier geht es darum, alle Meinungen zu hören und zu berücksichtigen.

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