Erdgaspreis: Regulator vergleicht Äpfel mit Birnen

Die Energiemarktaufaufsicht E-Control verunsichert die Konsumenten in Österreich durch undifferenzierte Preisvergleiche mit Deutschland.

Wien (OTS) - Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) weist den Vorwurf überhöhter Preise für Erdgas in Österreich entschieden zurück. Michael Mock, der Geschäftsführer des Fachverbands: "Auch wir sind dafür, dass die Zahlen auf den Tisch kommen - aber die richtigen."

Der Chef der Energiemarktaufsicht E-Control, Walter Boltz, hatte in einem Interview in der Donnerstags-Ausgabe der Tageszeitung "Kurier" erklärt, dass Erdgas in Deutschland und Italien deutlich billiger sei als in Österreich. Aus Sicht des FGW ist dies jedoch ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. "Wir sind strikt dagegen, die Konsumenten mit undifferenzierten Vergleichen zu verunsichern", sagt Mock.

Während deutsche Tarifmodelle undurchsichtig sind und viele versteckte Nebenkosten enthalten, bieten die österreichischen Versorger ihren Kunden Sicherheit und Nachvollziehbarkeit.

Unterschiedliche Modelle und Steuern

Zur Klarstellung weist Mock auf die deutlichen Unterschiede in den Geschäftsmodellen in Deutschland und Österreich hin. So sind hierzulande Verträge jederzeit kündbar und der Konsument zahlt in kleinen, auf das Jahr verteilten Beträgen, nur für die Menge Erdgas, die er tatsächlich verbraucht. In Deutschland dagegen sind häufig Verträge mit fixer Laufzeit üblich, bei denen festgelegte Mengen unabhängig vom Verbrauch zu bezahlen sind. Darüber hinaus müssen die deutschen Konsumenten den gesamten Betrag für ein Jahr im Voraus entrichten. Dazu kommen noch steuerliche Aufschläge. "Das System in Deutschland ist für die Verbraucher unübersichtlich, jenes in Österreich dagegen nachvollziehbar", sagt Mock. "Anders als in Deutschland, wo sich die Kunden durch einen Preisdschungel kämpfen müssen, bei dem sie am Ende nicht wissen, worauf sie sich eingelassen haben, sind die österreichischen Angebote transparent und legen Nebenkosten offen." Kommen sämtliche Kosten auf den Tisch, sind die meisten deutschen Preise sogar teurer und bergen zudem ein Risiko, dass die Kunden bei einem Liefer-Engpass ohne Erdgas dastehen - wie das diesen Winter in Bayern passiert ist.

In Österreich dagegen können die Konsumenten seit Jahrzehnten auf eine sichere Versorgung mit dem zukunftsweisenden Erdgas vertrauen. Die Erdgaswirtschaft in Österreich richtete aus eigenem Antrieb gut ausgebaute Speicher ein, in denen ausreichende Mengen an Erdgas gelagert werden.

Erdgas bleibt wichtig für Versorgung

Erdgas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Es lässt sich optimal mit Wärmepumpen oder Solaranlagen kombinieren und spendet dann Wärme, wenn andere Energieträger dazu nicht imstande sind. Erdgas verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Er eignet sich hervorragend als Ersatz für Energieträger wie Holz und Holzabfälle, Erdöl oder Kohle, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

Über die Initiative "Nichts leichter als Erdgas":

"Nichts leichter als Erdgas" ist eine Initiative des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen, welche die Vorteile des wertvollen Naturprodukts Erdgas noch bekannter machen will. Erdgas steckt voller umweltfreundlicher Energie, die eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer nachhaltigen Energiewende spielt. Das saubere und günstige Erdgas wird bereits von vielen Österreicherinnen und Österreichern zum Autofahren und zum Heizen verwendet. Der Rohstoff wird in Industrie und Gewerbe als zuverlässige und krisensichere Energiequelle geschätzt.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Mock
Generalsekretär des Fachverbands der
Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43/1/513 15 88/13
Web: www.erdgas.at

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