Mitterlehner zu Wifo-/IHS-Prognose: Wirtschaft investiert mehr, Kreditklemme verhindert

Wirtschaftsminister: Positive Stimmung bei Unternehmen unterstützt Investitionen - Konjunktur gezielt stärken, Export in neue Wachstumsmärkte vorantreiben

Wien (OTS/BMWFJ) - Die am Donnerstag von Wifo und IHS
präsentierten Prognosen zeigen, dass sich Österreichs Wirtschaft trotz eines schwierigen internationalen Umfelds positiv entwickelt und in Schlüsselbereichen gut aufgestellt ist. "Unsere Unternehmen haben den Strukturwandel forciert und rechtzeitig auf neue Märkte, Produkte und Innovationen gesetzt. Auch heuer investieren sie laut den Prognosen mehr als erwartet, weil die Stimmung besser ist als es das schwierige finanzwirtschaftliche Umfeld vermuten lassen würde", betont Mitterlehner. "Die noch im Vorjahr befürchtete Kreditklemme wurde bisher verhindert. Dazu finanzieren viele Betriebe ihre Investitionen aus Eigenmitteln oder greifen auf zinsgünstige Angebote wie unsere ERP-Kredite zurück", so Mitterlehner. Heuer steigen die Bruttoanlageinvestitionen laut Wifo um 1,1 Prozent und 2013 um 2,0 Prozent - beide Werte übertreffen die Dezember-Prognose.

Gegenüber Dezember belässt das Wifo die BIP-Prognose für 2012 bei plus 0,4 Prozent, während das IHS mit 0,8 Prozent ein doppelt so hohes Wachstum erwartet. "Der Vorsprung gegenüber der Eurozone zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn es keinen Anlass für Euphorie gibt. Die Konjunktur ist kein Selbstläufer mehr. Jeder Fortschritt muss hart erarbeitet werden und hängt auch von der Beruhigung der Finanzmärkte ab", betont Mitterlehner. Nächstes Jahr soll das Wachstum jeweils rund einen Prozentpunkt zulegen: Für 2013 prognostiziert das Wifo ein Plus von 1,4 Prozent und das IHS eines von 1,7 Prozent. "Wir haben in Österreich die Ausgaben für Bildung, Forschung und Entwicklung bewusst nicht gekürzt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhalten. Dazu sichern wir den Konsum, weil die Familienleistungen nicht angetastet wurden", verweist Mitterlehner auf die richtigen Schwerpunkte des heimischen Konsolidierungspakets.

Entscheidender Wachstumstreiber bleibt der Export, der nach dem Rekordjahr 2011 heuer um 3,5 Prozent und 2013 um 6,5 Prozent wachsen soll. "Mit unserer Internationalisierungsoffensive können wir vor allem die Marktpotenziale in den weniger verschuldeten und stärker wachsenden Ländern außerhalb Europas nutzen", sagt Mitterlehner mit Blick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, die heuer um prognostizierte 3,4 Prozent anzieht, wohingegen der Euroraum um 0,2 Prozent schrumpfen und die EU-27 nur um 0,1 Prozent wachsen sollen. "Eine stärkere Diversifizierung in Richtung außereuropäischer Märkte bleibt daher der Schlüssel zum Erfolg", so Mitterlehner abschließend.

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