Binder-Maier: SPÖ fordert Lückenschluss bei der Pflegefreistellung

Studie zeigt einmal mehr Handlungsbedarf bei Patchwork-Familien und Krankenhausaufenthalten

Wien (OTS/SK) - Die Regelungen bei der Pflegefreistellung müssen
an reale Familiensituationen angepasst werden. Das forderte SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier heute, Donnerstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst anlässlich der Ergebnisse einer Studie des Vereins KiB Children Care. "Kinder haben ein Recht auf beide Eltern - auch wenn diese getrennt leben. Daher sollte es auch die Möglichkeit einer Pflegefreistellung für den getrennt lebenden Elternteil geben", so Binder-Maier, die auch bei Patchwork-Familien Handlungsbedarf ortet. Darüber hinaus habe die Studie gezeigt, dass sich 80 Prozent der Befragten ein Recht auf Pflegefreistellung wünschen, wenn das Kind im Krankenhaus ist. "Vor allem kleine Kinder brauchen ihre Eltern zur Genesung im Krankenhaus. Auch hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf", bekräftigte die SPÖ-Familiensprecherin. ****

Generell zeige die Studie, dass fast jeder zweite Arbeitnehmer, jede zweite Arbeitnehmerin aus Angst um den Job davor zurückscheue, eine Pflegefreistellung zu beantragen. "Hier benötigen wir auch eine Sensibilisierung der Unternehmen; die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf kein leeres Schlagwort sein", so Binder-Maier. Die derzeitige Regelung der Pflegefreistellung gehe in vielen Fällen zu Lasten der Mütter. So habe nach geltender Rechtslage beispielsweise weder der getrennt lebende Vater des Kindes noch ein neuer Lebensgefährte der Mutter ein Recht auf Pflegefreistellung. "Hier muss die Rechtlage dringend an die aktuelle Situation der Familien angepasst werden", so Binder-Maier abschließend. (Schluss) ah/sas/mp

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