Pirklhuber: ÖVP ist Partei der Doppelmoral und lässt EierproduzentInnen im Stich

Brunner fordert Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten

Wien (OTS) - Die Grünen sind verärgert über die Doppelmoral in der ÖVP: "Landwirtschaftskammerpräsident Wlodkowski fordert jetzt zu Ostern die Kennzeichnung von Produkten, in denen Eier verarbeitet wurden, und von Eiern, die in der Gastronomie verwendet werden. Das ist offensichtlich nur ein PR-Schmäh. Den Grünen Antrag vom November vergangenen Jahres, der genau die Forderungen Wlodkowskis enthält, wurde mit den Stimmen der ÖVP/SPÖ Koalition abgelehnt", kritisiert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

"Das eine fordern, dann aber doch dagegen zu sein, diese Doppelmoral macht den Kurs der ÖVP im Tierschutz und der Landwirtschaftspolitik aus. Auch Minister Berlakovich hat im vergangenen Jahr seine Sorge um die heimischen EierproduzentInnen geäußert und eine klare Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten gefordert. Einen Tag später war das wieder vergessen, und die ÖVP stimmte im Nationalrat dagegen", fügt Christiane Brunner, Tierschutzsprecherin der Grünen, hinzu.

Ab 1. Jänner 2012 ist in der EU die Haltung von Legehennen in nicht ausgestalteten Käfigen verboten. Einige EU-Mitgliedstaaten halten dieses Verbot aber nicht ein. In Österreich ist seit 1. Jänner 2009 die Haltung von Legehennen in konventionellen Käfigen untersagt. Diese Vorreiterrolle bot die Chance, die KonsumentInnen zum Kauf von tierschonenden österreichischen Produkten zu bewegen.
"Durch die Politik der ÖVP werden aber Tierquäler aus dem Ausland geschützt, man verhilft ihnen sogar zu Profiten. Das ist völlig inakzeptabel", meint Brunner. "Da der Tierschutzstandard bei den verarbeiteten Produkten nicht gekennzeichnet wird, können die KonsumentInnen nicht erkennen, welches Ei ihnen hier untergeschoben wird. Damit torpediert die ÖVP unsere heimischen EierproduzentInnen", ergänzt Pirklhuber. "Wir fordern die ÖVP auf, rechtlichen Bestimmungen zur Lebensmittelkennzeichnung nicht länger im Wege zu stehen und Angaben zur Haltungsform der Legehennen bei allen Lebensmitteln, die Ei als Zutat enthalten und in der Gastronomie angeboten werden, verpflichtend auf den Weg zu bringen."

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